Verliebt ins Leben – Deine besondere Verabredung mit Dir selbst!

Wer kennt diesses „verliebt ins Leben“? Sicherlich gibt es auch in Deinem Leben ein paar Meilensteine, die Dich so richtig „f*cking blessed“ und überschäumend fühlen lassen, oder?

Falls nicht, sage ich Dir: Lies mal weiter und Du wirst direkt beim Beantworten der Fragen „verliebt ins Leben“ sein! Weiterlesen

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ErfolgsFÜHLEN – bewusstes Mindset-tuning

Hey, Freunde der Reflexion! 🙂
Heute und gestern begleitete mich die Frage „Was ist Erfolg für mich“?

Wie kann ich mich erfolgreich (oder erfolglos) fühlen, wenn ich mir meine persönlichen Erfolge gar nicht bewusst mache?
Was ist meine ganz persönliche, individuelle Messlatte – oder lasse ich mich von der allgemein gültigen Auffassung von Erfolg (negativ) beeinflussen???

So, wie Du selbst ein individuelles Wesen bist, definiert sich auch Dein persönlicher Anspruch an Erfolg – also ran an den Speck! 🙂

Bewusstsein – der Schlüssel zum Erfolg

Wir hören es überall: „Ich will glücklich sein, ich will finanziell unabhängig sein, ich will erfolgreich sein“ – doch was genau machen diese Punkte für Dich aus?

Das ist genau so, als wenn Du dem Ober im Restaurant sagst „ich will was essen“.

Ja was denn nun? 🙂 Kuchen oder Suppe, Fleischgericht oder vegan, Salat oder Burger? Deftig-würzig oder cremig-mild?

Wie häufig passiert es Dir im Leben, dass Dir jemand vorjammert, sein Leben wäre so schwer – obwohl er kerngesund ist, eine geräumige Wohnung mit Balkon hat (den er aber nicht nutzt), einen unkündbaren Job, Freunde, ein Auto – davon kann manch ein anderer nur träumen!

Was zeigt Dir das?

Mir zeigt ein solches Jammern auf hohem Niveau, dass das Gefühl bzw. die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben etwas sehr Persönliches ist. Niemand außer Dir selbst kann einordnen, ob Du Dein Leben, Deinen Beruf, DICH als erfolgreich, zufrieden und erfüllt betrachtest (und Dich so fühlst).

Also lass uns doch jetzt mal „Butter bei die Fische“ machen!

Fragen und Gefühle – die Schlüssel zu Dir

Das obige Beispiel zeigt Dir, dass niemand anders Dich und Dein Leben/ Deine Lebensumstände als erfolgreich oder -los beurteilen kann – bzw. dass die Beurteilung anderer keinerlei Auswirkungen auf Dich haben! Nur wie Du Dich selbst fühlst, bestimmt Deine Selbsteinschätzung.

Doch was haben wir stattdessen gelernt?
Erfolg-reich ist, wer ein volles Konto hat.

  • Erfolg ist mit viel harter Arbeit verknüpft.
  • Erfolg bedeutet eine 60h-Woche.
  • Erfolg bedeutet regelmäßige Aufträge/Arbeiten

Doch entspricht das alles DEINEM Denken (und viel wichtiger FÜHLEN!) oder hast auch Du das Allgemeingültige lediglich übernommen?

Für mich persönlich bedeutet erfolgreich sein eine Melange:

  • Arbeit, die mich erfüllt und meinen Selbstausdruck in sich trägt
  • die Freiheit, mir die Arbeits-Zeiten einzuteilen
  • zu arbeiten, wo und wann ich will
  • genügend Muße für andere Unternehmungen zu haben (Work-Life-Balance)
  • meine innere, persönliche Entwicklung hin zu meinem authentischsten Selbst
  • das Gefühl des versorgt-seins zu genießen
  • mich mit mir wohl zu fühlen (Selbstannahme, Selbstwert)
  • Ängste zu überwinden/ aus der Komfortzone heraus zu treten
  • meinem inneren Flow zu folgen
  • das Gefühl zu erleben „f*cking blessed“ zu sein
  • meine Seele singen und tanzen zu spüren
  • mich lebendig zu fühlen
  • mir meiner inneren Entwicklung bewusst zu sein und zu erkennen, wie weit ich schon gekommen bin
  • meinen Mut, meine Stärke nicht nur wahr zu nehmen, sondern auch zu feiern
  • die vielen kleinen Glücksmomente und -Situationen im Leben wahr zu nehmen
  • Erfolg ist für mich auch jedes Mal, wenn ich einen Menschen inspirieren kann. Wenn ich andere dazu bewegen kann, inne zu halten und sich selbst wirklich zu reflektieren!
  • dream big
    dream big

Ich kann, will und werde Dir jetzt nicht „vorbeten“, was für Dich Erfolg zu sein hat. Sondern ich werde Dich mit Fragen dazu anleiten, Dein eigenes Erfolgsempfinden wahr zu nehmen.
Und genau DAS geht über die Gefühle, weshalb ich Dich jetzt auffordere, Dir einen Moment Zeit für Dich zu nehmen.

Um es nochmal ganz klar zu stellen: Der Weg führt nicht über das Denken und Bewerten, sondern über die Bewusstmachung Deiner verbundenen Gefühlswelt!

  • FÜHLST Du Dich glücklich in Deinen 4 Wänden? Geborgen, Sicher, gemütlich?
  • FÜHLST Du Dich dankbar, gesund zu sein? (Falls Du Dir dessen nicht bewusst bist, unterhalte Dich einmal mit jemand chronisch Krankem!)
  • Bist Du selbst chronisch krank, fühle Dich in all die gesunden Stellen Deines Körpers hinein – es gibt sie!
  • FÜHLST Du Deine Zufriedenheit, dass es Deinen Lieben gut geht?
  • FÜHLST Du Momente bei Deiner Arbeit, die Dich erfüllen? Dich glücklich machen, wo Du Dich einbringen kannst?
  • FÜHLST Du immer mal beim Austausch mit anderen tiefe Verbundenheit (ich empfinde das so, wenn ich Gleichgesinnten begegne; es ist, wie tief in sich drin zu wissen „der Mensch gehört zu meinem Tribe“).
  • FÜHLST Du das innere Glück und die steigende Energie, wenn Du Dich für das Wohl anderer einbringst? (Ich selbst habe das ganz extrem, wenn ich mit meiner Energetik mit Dritten „arbeite“ und diese dann auch direkt Veränderungen an sich fest stellen)
  • FÜHLST Du die Erfüllung beim Ausüben Deiner Hobbies/Interessen?
    FÜHLST Du den Stolz und die Dankbarkeit – ja vielleicht sogar Demut beim Blick zurück auf Deinen bisherigen Weg? Deine innere Entwicklung? Dein „Dich-nicht-unterkriegen-lassen“, Deine Zuversicht – oder den Moment, das Ruder herum geschwungen zu haben?
    (Immer wieder, wenn in mir der Gedanke hoch kommt, eine Situation sei ausweglos, denke ich an all die vielen vorherigen ähnlich bewerteten Umstände – und mache mir bewusst, dass auch diese alle sich aufgelöst haben! Das beruhigt das Gedankenkarussel und stärkt dein Vertrauen in Dich selbst ebenso wie ins Leben selbst)

Reise zurück – ein mächtiges Werkzeug!

Hilfreich hat sich für diese Bewusstmachung für Viele erwiesen, dass eine Verankerung der Gefühle mit dem Begriff „Erfolg“ extrem wirkungsvoll ist! Denn: Dein Unterbewusstsein akzeptiert Deine Gefühle als Reaktion auf Dein Denken/Bewerten einer Situation. Für Dein Unterbewusstsein ist dieses Gefühl ausgesprochen real und wird daher nicht auf den Prüfstand gestellt wie z.B. Affirmationen.
Erst, wenn damit tiefe, ehrliche Gefühle verbunden sind, haben diese Änderungen oder auch Bewusst-machungen Aussicht auf Erfolg!

Darum geh auf Deine ganz persönliche Zeitreise: Geh in Deinem Leben zurück zu Punkten, in denen Du Dich genau SO gefühlt hast, wie es für Dein einzigartiges Erfolgsdenken stimmig war!

  • Momente, in denen Du Deinen inneren Schweinehund überwunden hast
  • Momente, als die innere Last z.B. nach einer Prüfungssituation abfiel
  • Momente, die das „Ankommen“ wiederspiegeln, an einem Ziel auf das Du hingearbeitet hast
  • Momente, in denen Du Dich zutiefst versorgt und sicher gefühlt hast

Geh in all diese Momente hinein. Versuch sie so detailliert wie möglich vor Deinem geistigen Auge lebendig werden zu lassen! Was hattest Du an, wie war das Wetter? Kannst Du vielleicht sogar die Temperatur spüren, die Sonnenstrahlen oder den Regen? Wo war das, wer war dabei? Erinnerst Du Dich an den Klang der Stimmen, wie sich die Blicke anfühlten? Und so hole das damit verbundene Gefühl so plastisch wie nur möglich in Dein Bewusstsein.

Gefühlsspeicher Unterbewusstsein

Das Coole ist hier nämlich, dass unser Unterbewusstsein keines dieser Gefühle vergißt. Weder die Positiven noch die Negativen – nur leider sind wir so erzogen worden, verstärkt auf die Negativen zu achten (um zu Optimieren). Dabei hilft uns ein neuer Fokus auf die Positiven viel besser und weiter im Leben!
Das hat auch nichts mit „rosaroter Brille“ zu tun. Denn: Diese Momente waren wahrhaftig! Gib ihnen ihren Wert zurück und genieße es, Dich in diesen Gefühlen zu baden! Tauche wirklich tief in sie ein!

Erfolg Mindset-Tuning
Erfolg Mindset-Tuning

Erfolgreiches Ankern

Dieser Begriff kommt aus dem NLP (neurolinguistisches Programmieren) und funktioniert nochmal so gut mit Gefühlen. Weil Gefühle untrüglich und unbestechlich sind.

Ich rede nicht von den Emotionen, die von unserem limbischen System gesandt und von dort gesteuert werden, da liegt eine ganz große Unterscheidung vor!
Das würde jedoch hier den Rahmen sprengen, falls Ihr dazu mehr lesen möchtet, bitte ich Euch um Eure Kommentare!

Erfolgreiches Ankern bedeutet, diese Reise in die passenden Gefühle für mindestens 21 Tage konstant und täglich anzutreten. Ergänze diese Reise damit, dass Du z.B. einen ganz bestimmten Finger oder auch Gegenstand (bei mir ist es mein Lieblingsring) einige Momente lang drückst, wenn Du tief in diesem selbst-definierten Erfolgs-Gefühl bist!

Vorteile erfolgreichen Ankerns

Wenn Du Dir EINES in Deinem Leben wert sein solltest, dann ist es das konsequente Umsetzen dieser Strategie. Dein tägliches Gefühlsbad zu nehmen tut nicht nur gut, spendet frische Energie und verbessert Deine Stimmung, es hat auch dauerhaft positive Auswirkungen auf die Außenwelt. Glaub es oder lass es, doch empfehle ich Dir zumindest den „What if…?“ Gedanken anzunehmen.

Was sollte denn schon passieren? Außer dass sich Dein Leben verändert, Deine Stimmung verbessert, Du mehr Energie hast – was an Negativem könnte mit dieser Vorgehensweise passieren? Richtig: NICHTS! 🙂

Doch wenn Du Dich selbst achtsam beobachtest und vor allem Deine Lebensumstände, wird Dir auffallen, wie vieles davon schon in Dein Erfolgs-Bild passt. Wo Du schon auf einem guten Weg bist – oder sogar schon Dein selbst gesetztes Ziel erreicht hast! 🙂

ErfolgsFÜHLEN
ErfolgsFÜHLEN

Feiere Dich!

Das ist einer der wichtigsten Punkte! Feiere Dich, Dein Dran-Bleiben, Dein bewusstes Umsetzen und Darauf-hin-Arbeiten! Feiere die klitzekleinsten Erfolge ebenso wie die großen Meilensteine!

Klopfe Dir selbst auf die Schultern und sprich es ruhig auch laut aus: Ich bin stolz auf Dich! Toll, was Du alles schon erreicht hast! Schau mal, wie weit Du schon gekommen bist! ❤

Und wenn Du magst, träume dann groß. Nimm den „What if…?“-Ansatz und horche in Dich hinein, welche Dinge/Umstände mit Deinem neuen Erfolgsdenken und ErfolgsFÜHLEN jetzt auf einmal erreichbar erscheinen – die Du zuvor niemals für möglich gehalten hättest!

Wir sehen uns auf der Gewinnerstraße! 🙂

P.S.: Falls Du Unterstützung bei der Auflösung unbewusster Blockaden benötigst, schicke mir eine Nachricht! 🙂
P.P.S: Ich überlege, begleitend zu diesem Reset des ErfolgsFÜHLENs als 21 Tage Challenge eine tägliche Erinnerungs-Mail zu gestalten. Sie wird Dir helfen, am Ball zu bleiben, weitere Zeitreisen Dir zu gestalten und Gedankenanstöße zur Veränderung Deines ErfolgsFÜHLENs zu liefern. Bitte hinterlasse mir in den Kommentaren, ob Du diese Begleitung gerne wahr nehmen würdest. Ich danke Dir!

 

 

 

 

 

Angst? Nee, ich doch nicht :-)

Aktuell geht es in meinem Leben ziemlich drunter und drüber – und da bin ich schnell versucht zu sagen „Angst? Nee, ich doch nicht“ 🙂
Doch ich erlebe gerade (sei es die aktuelle Energetik, Umgang mit anderen oder die Entwicklung von beruflichen Projekten), dass dort viele Veränderungen nicht zu meiner inneren Energetik passen, zu meinen Glücksgefühlen, meinem inneren Brennen.
Also habe ich mal ganz tief hin geschaut – und „rechne“ mit mir selber ab… Weiterlesen

„Pappsatt“ vom Leben? – Erfülltes Dasein

Ja wie passt denn das – „Pappsatt“ vom Leben? Hier bei uns wird pappsatt meist in negativer Hinsicht verwandt. Nö, ich will Worten zumindest Neutralität zurück geben – wenn nicht sogar Positivität! 🙂 Doch wenn ich genau genommen schon ein Leben führe, wie ich es mir vorstelle, was genau ist es, was da noch fehlt? Ich spüre ja, dass da noch ein großes Puzzleteilchen fehlt? Weiterlesen

Geh Deinen Weg (Teil 14) – von Zusammenbruch und Neuanfang

Schon lange ist eine Fortsetzung von „Geh Deinen Weg (Teil 14)“ überfällig, und genau darum habe ich so lange mit diesem Teil gehadert.

Was schreibe ich über meine Zeit in der Playa Cabria an Toms Seite? Über den Untergang der Liebe – falls es das überhaupt war; über Versprechungen von „Auffangen und gemeinsam etwas starten“ über tatsächlichem Aufgefangen-werden von Freunden – die sich anschließend ebenfalls als Teufel entpuppten? Was ich darüber schonungslos preis gebe, und wie sich mein Leben und ich selbst mich dadurch verändert habe, liest Du hier. Weiterlesen

Guck hin! – achtsam Fühlen statt Funktionieren

Die jetzige Phase, in der wir uns befinden, hat es wirklich in sich: Nie habe ich mehr Menschen um mich herum erlebt, die innerlich so fürchterlich zerrissen sind. In deren Augen ich einen Schmerz erkenne, der scheinbar nicht gestillt werden kann.
Im unsteten Blick erkenne ich die alten Kompensations-Muster:

Ich muss nur noch etwas besser funktionieren, mehr leisten/haben, dann werde ich glücklicher, zufriedener, gesünder (was-auch-immer) sein.

Doch dieses Muster hat ausgedient. Die innere Stimme wird immer lauter; die innere Leere brüllt uns an.
Sie lässt sich nicht mehr wegschieben durch Ablenkungen wie TV, Alkohol, Konsum und Co.!

Du bist KEIN Roboter!

Uns wurde Zeit unseres Lebens eingetrichtert, dass wir uns nur noch mehr anstrengen müssten, wenn wir unzufrieden sind. Wunschgemäß funktionieren müssen, um Anerkennung, gute Noten, elterliche Zuneigung und Akzeptanz von Freunden oder Gesellschaft zu erhalten.

Kurzfristige Erfolge haben die beginnende Leere (ich nenne es „des sich-verbiegen-müssens“) in uns besänftigen können. Lauter kleine Häppchen Besänftigung; die neuen Schuhe, das neue Handy, Auto, Beförderung – doch schneller als sie gekommen sind, ist dieses positive Gefühl auch schon wieder vorbei.

Denk an ein Baby, das ganz ehrlich und pur seine Bedürfnisse fühlt – und lautstark mitteilt.
Dann zeigt ihm die Erziehung, wie es „gewünscht“ ist. Lieb, nett, angepasst – ansonsten gibt’s Ärger, schlechte Noten, Ablehnung.
Und schon beginnt es, seine eigenen Bedürfnisse zu überspielen, manche sogar abzulehnen. Zumindest läuft dieses „Spiel“ in unserer westlichen Welt oft genug so ab…

Lebensqualität
Lebensqualität

Was bleibt, ist die Leere

Immer mehr werden sich allerdings klar darüber, dass die Bedürfnisse von Körper und Seele/Innenleben sich nicht mehr totschweigen lassen.

Nur: sie zu verstehen oder interpretieren zu können, haben wir oftmals völlig verlernt!

Zurück bleibt lediglich ein unterschwelliges Unbehagen, das wir mit Oberflächlichkeiten und Ablenkungen zu stillen versuchen. Und die Industrie macht kräftig mit: TV, Internet, Werbe- und Kaufangebote allerorts, Konzerte, Theater, Kneipen…

HÖR HIN! FÜHL HIN!

Es will wahr genommen werden, Dein Innerstes. Ebenso wie Deine körperlichen Bedürfnisse.

Und das kann trainiert werden, so wie ein kleines Kind sprechen und laufen lernt. Auch wenn es dabei immer wieder mal hin fällt oder strauchelt, irgendwann läuft es.

Achtsamkeit
Achtsamkeit

Achtsamkeit – der Weg zu Dir

Der Weg zum Spüren ist so einfach wie schwer: Achtsamkeit.

Viel wird über sie geschrieben – oft (leider?) in dermaßen esoterischem Kontext, dass besonders viele Männer nichts davon hören wollen – geschweige denn sich Gedanken darüber machen, was genau denn da gemeint ist.

Doch das ist Blödsinn!
Es geht einfach nur um Deine unverfälschte Wahrnehmung Deiner selbst. Und genau dieses „einfach“ ist für Viele alles andere als leicht.

Selbst Hunger, Durst, Müdigkeit, Erschöpfung rechtzeitig wahr zu nehmen, haben viele von uns verlernt:

  • Ist Deine Kehle trocken, BIST Du bereits dehydriert
  • Knurrt Dein Magen, BIST Du bereits ausgehungert
  • Fallen Dir die Augen zu, BIST Du bereits übermüdet

Das gilt auch umgekehrt:

  • Begeisterung – wie GROSS muss heute der Impuls dafür sein?
  • Lautstärke – ab wie viel Dezibel wird’s unangenehm?
  • Schmerz, Krankheit – ab WANN kannst Du es nicht mehr ignorieren?
  • Fühlst Du Sättigung, bist Du erwiesenermaßen schon seit einigen Momenten satt.
    Diese „Meldung“ wird verzögert an das Gehirn weiter gegeben – und in Zeiten, wo wir eher schlingen als essen, hat bereits viel mehr Nahrung als nötig unsere Kehle passiert
  • Apropos Essen – Essen? Nein, herunter schlingen. Und dabei gefühlte 1000 andere Dinge tun.

Erinnerst Du Dich?

…konkret an alles, was Du heute zu Dir genommen hast? Jeden Schoko-Riegel, jeden einzelnen Bissen Brot, Müsli, Mahlzeit?

Erinnerst Du Dich an den Geschmack, die Konsistenz? Könntest Du die Gewürze und Zutaten identifizieren? (Mach da mal ein Spiel draus…) Erinnerst Du Dich an Dein Tempo, Deine Gedanken, gleichzeitige Aktionen? (TV gucken, Zeitung lesen, Facebook checken…)

Überstimulation macht krank

Wenn Du Dir die ersten Punkte des vorherigen Absatzes ansiehst, wirst Du vermutlich feststellen, dass Du diese Dinge tatsächlich erst bemerkst, wenn es ein ZUVIEL davon gibt.

Woran liegt das?

Warum können wir nicht mehr „gesund“ wahrnehmen?

Meiner Ansicht nach gibt es da verschiedene Einflüsse:

  • das Hamsterrad meiner Gedanken
  • die endlos lange To-Do-Liste
  • Multimediale Informationsflut im Sekundentakt
  • Stress, Hetze
  • Überwürzte Speisen, übersteuerte Bässe, Übermaß an „Input“

Wir sind abgestumpft

All diese Punkte haben uns abstumpfen lassen – und ganz ehrlich? Das ist ein verständlicher Mechanismus des Menschen. Ansonsten würden wir verrückt werden, oder aggressiv oder, oder, oder. Es ist ein Schutzmechanismus – der uns aber nicht gut tut.
Besser ist es, sich immer wieder zwischendurch kurz auf sich selbst zu besinnen.

How to – kleine Übung

Es braucht etwas Übung und Wiederholung, um sich selbst wieder wahr zu nehmen, aber es geht:

Stell Dir einen Alarm; bestenfalls stündlich oder im 3h-Rhythmus. Blende alle Ablenkungen aus oder schalte sie ab. Schließe die Augen und konzentriere Dich NUR darauf, gaaaanz tief ein zu atmen. Halte Deinen Atem kurz, bevor Du ebenso tief aus atmest – und wieder kurz hältst.
Das machst Du 3-5 Mal.

Nun nimm Dich wahr. (Nicht lachen, sieht ja keiner 😀 )

  • Wie fühlt es sich an, wo Du sitzt/stehst?
  • Wie warm/kalt ist die Umgebung?
  • Welche Geräusche nimmst Du wahr?
  • Kannst Du Dein Herz schlagen spüren?
  • In welcher Stimmung bist Du?
  • In welcher wärst Du gern?
  • Welche Erinnerung, welcher Song schafft es, Dich in diese Stimmung zu versetzen?
    (okay, dieser Schritt ist schon für Fortgeschrittene, erst Mal reichen die anderen Fragen aus)

Wenn Du dieses „In-Dich-Hinein-Fühlen regelmäßig machst, wirst Du auch Deine Bedürfnisse, egal ob körperlicher oder innerer Natur, besser und eher wahr nehmen können.

Speziell an die Männer

Diesen Absatz möchte ich gern speziell an die Männer richten, es dürfen sich aber alle gerne darin wieder finden! 🙂

Viele, die ich kenne, wurden als „typischer Junge“ erzogen.
„Indianer kennt keinen Schmerz“, „starkes Geschlecht“, „Ernährer der Familie“ usw.

Das baut nicht nur eine Menge an (Erwartungs-)Druck von außen (Gesellschaft, Familie, Freunde) auf, sondern auch als Anspruch an sich selbst.

Was wäre, wenn Du einfach Dir selbst mal zu gestehst, dass es Dir zuviel wird?
Deinem Auto gönnst Du den Check-up und Ölwechsel – aber Dir selbst nicht DIE Erholung/Regeneration, die Du benötigst – als ob Dein Wagen nur mit Benzin fahren würde (oder mit Wasser).
Du bist – unabhängig von Deinem Geschlecht – ein Mensch. „Unverdorben“ betrachtet ein emotionales, soziales Wesen.

Du hegst aber den Anspruch an Dich selbst, IMMER stark sein zu müssen, NIE Schwäche spüren, geschweige denn zeigen zu dürfen. Du hast den Glauben übernommen, Gefühle und Sensibilität zu zeigen, zeuge von Schwäche.

So hast Du einen fetten Knoten geknüpft, deckelst Deine Gefühle, verdrängst Deine Ängste und spielst den (Erwartungs-)Druck herunter.

Als Mensch handelst Du damit wider Dein Naturell.
Zwing einen Fluss in ein festes Bett, und er wird immer wieder bei Hochwasser über die Ufer treten!

Nicht anders ist es bei Dir, mit Überdruck, zu viel an Ängsten, Gefühlen, Eindrücken.
Deckeln funktioniert eine Zeit lang, wie bei einem Schnellkochtopf. Irgendwann geht er hoch!

Und dann rastest Du aus, oder wirst krank, depressiv, aggressiv, Burnout – was auch immer.

Was, wenn Du jetzt einfach mal nur für Dich, ganz heimlich, akzeptierst, dass Du als Mensch diese Regungen hast? Diese Bedürfnisse, Gefühle, Impulse?

(Ich wiederhole mich gerne: Es sieht keiner, erlaub es Dir doch einfach mal!)

Und dann MACH doch einfach mal die Übung zum „Hineinfühlen“.
Starte am Besten im Feierabend oder am Wochenende. Schaff Dir Allein-Zeit.
Und wenn Du es Dir ernsthaft erlauben kannst, wirst Du Dir ehrlicher begegnen als jemals zuvor.

Warning: Vulkanausbruch

Ehrlicher Weise möchte ich Dich allerdings auch darauf vorbereiten, was passieren kann:

Je länger Du all Deine Emotionen und Bedürfnisse „gedeckelt“ hast, umso stärker könnten sie heraus brechen.
Das kann im ersten Moment überfordernd wirken, übermächtig, schmerzhaft.
Bitte bleib ruhig. Atme ruhig und tief. Konzentriere Dich immer wieder auf die Atmung und guck/fühle nur hin – ohne (Be-)Wertung.
Vielleicht magst Du Dir Notizen machen zu dem, was da hoch kommt.
Versagensängste, Zukunftsängste, Verlustängste, Kindheitsschmerz, Verlustschmerz, gekränkte Eitelkeit – alles ist in Ordnung.
Lass es kommen mit dem Bewusstsein, dass es dann auch wieder weiter ziehen kann – sofern Du es nicht fest hältst und ewig um diesen Punkt herum zirkelst.

Authentizität
Authentizität

Perspektivänderung

Nein, viele dieser Dinge, die da „hoch“ kommen, fühlen sich alles andere als toll an, sagst Du? Befürchtest Du schon vorher?

Doch genau HIER liegt Deine Chance: Dein Potenzial, eine andere Sichtweise einzunehmen.

  • Versagensangst? Es gibt mehr als nur einen Weg, eine Herangehensweise, was sind Deine Stärken? Was hast Du unter widrigen Umständen in der Vergangenheit schon erreicht? Schau, wie weit Du schon gekommen bist!
  • Verlustangst? Was könntest Du tun, um XYZ zu (be-)halten? Könnte es aber auch sein, dass Du die Wichtigkeit überschätzt? Geht Dein Leben ohne XYZ nicht weiter???
  • Verlustschmerz? Was nicht gepasst hat, hat seinen Grund. Was ist Dir wichtig, was hast Du dazu getan, dass „es“ nicht mehr da ist? Erkenne Deine (Mit-)Verantwortung
  • Erfolgsdruck? Wer macht diesen? Konzentriere Dich auf die Ergebnisse, die Du erzielen willst und breche sie in kleine, machbare Teilabschnitte herunter
  • Und vor allem: Sei NETT zu Dir selbst! Unser schlimmster Kritiker sitzt immer noch in unserem eigenen Kopf – aber auch den kannst Du mit mehr Achtsamkeit/ achtsamen Umgang leiser stellen oder regulieren. Kritik kann, darf, nein: SOLL bitte immer konstruktiv formuliert werden – tu so, als wärst Du selbst Dein bester Freund!

Für alles gilt dabei: Persönliches und charakterliches Wachstum findet seltenst in Phasen statt, in denen es uns gut geht. Die „blöden“ Phasen und Katastrophen fordern uns heraus. Rückblickend betrachtet kannst Du normalerweise jeder Scheiß-Zeit oder -Entwicklung auch etwas Positives abgewinnen. Und wenn es das Erkennen Deiner Stärke ist, das Entdecken Deiner Kreativität – whatsoever.

Ohne die Kack-Zeiten wärst Du nicht der, der Du jetzt bist.

So, und jetzt find‘ Dich einfach mal gut; fühl Dich wohl mit Dir und freu Dich, dass Du Dich hast! 😀

 

 

Frauen und begehrt werden – ein Grundrecht für beide Seiten!

Welche Frau wünscht sich das nicht: In seinen Augen zu sehen, dass sie die „one and only“ ist.
Gegenfrage: Welcher Mann wünscht sich das nicht?

Ganz ehrlich? BEIDE Geschlechter wollen der Prinz respektive die Prinzessin für ihren Gegenpart sein.

Zusammen die Welt erobern, allen Widerständen zum Trotz gemeinsam das Leben rocken.

Und was passiert dann?

Leben.

Alltag.

Kann, MUSS aber nicht sein.

    1. Selbstverständlichkeit ist Tod

Wie ich schon immer gesagt habe – und ganz davon abgesehen auch jedem meiner bisherigen Partner – ist Selbstverständlichkeit der Tod von ALLEM!!!

Ob es der Genuß ist, jeden Morgen bei blauem Himmel, Sonnenschein auf’s Meer zu blicken;

die tollsten Hunde der Welt um Dich zu haben, die Dich begrüßen;

die Liebe Deines Lebens an Deiner Seite zu glauben –

scheiß drauf, wenn das nicht auf Gegenseitigkeit basiert!

Egal, wie toll Du bist, egal wie außergewöhnlich, es gibt einfach Menschen, die NIX zu schätzen wissen.

Die nie irgendwo ankommen – weil sie sich auch NIE selbst zu finden versuchen. Weil sie sich ausweichen in allen möglichen Varianten.

Und Du? Derjenige, der ihn/sie gesehen hat so wie sie eigentlich gedacht sind? Der immer versucht hat, sie auszugleichen und zu sich zurück zu bringen?

Bingo!

Du bleibst auf der Strecke. Bedingungslose Liebe versteht. Ja klar. Tut sie. Aber irgendwann geht’s wirklich wieder um das Thema Selbstliebe.

Warum gerate ich an jemanden, der mich mit Füßen tritt?

Für den ich nur eine tolle Trophäe war, solange bis all seine Freunde die Bilder kannten, der eine oder andere meine Bekanntschaft gemacht hatte? Aber darüber hinaus?

Nö. Trophäe. Ein Unikat im Trophäenschrank.

Egal, wie sehr Du ihnen das Gefühl gibst, anderen gegenüber äußerst und auch ihnen gegenüber, dass Du genau das bist – es wird genommen, aber niemals weder im Agieren noch im Aussprechen ansatzweise retourniert.

Doch versteht mich nicht falsch, es geht nicht um Bestätigung. Eher um so etwas wie „Angenommen-werden“. Das empfinde ich als ein ganz anderes Ding. Es geht auch nicht darum, dass Dein Gegenüber Deine Bedürfnisse befriedigen soll, sondern eher darum, dass ich als HSP die Intentionen, die hinter einer Handlung (oder eben auch einer Vernachlässigung oder Mißachtung) stecken, viel klarer und stärker empfinde, als die Aktion selbst.

Man kann ein und dieselbe Sache aus völlig unterschiedlichen Intentionen heraus machen, sagen, lassen. Der Fluch eines Empathen ist, dass er genau DAS spürt. Jeder andere Mensch hat es leichter…

Doch da stellt sich doch schon wieder die Frage nach den Ego-Triggereien, vor denen auch wir nicht gefeit sind.
Warum fühle ich mich ungeliebt, unangenommen? Warum empfinde ich es so, dass nur alles, was anderen/ihm wichtig ist, fokussiert und umgesetzt wird – aber die ein, zwei Sachen, die mir wirklich wichtig sind, seit Monaten ignoriert werden?

Warum tut es so weh, selbst im Geben Kraft zu tanken, Liebe erblühen zu lassen, Energie zu stärken – aber immer wieder zu erfahren, dass man anscheinend der Einzige ist, für den Geben und Liebe schenken einen höheren Stellenwert hat?

Empathen, vor allem HSPs wie ich sehen so vieles hinter den Vorhängen, aber wir brauchen echt lange, selbst wieder ein gesundes Maß für uns zu finden.

Wenn der Andere nur die Scheiße, auf die er selbst keinen Bock hat, für Dich über lässt, was bitte schön sagt das darüber aus, wie er Dich empfindet, liebt?

Oder wie Du Dich liebst?

Es ist oft ein Spiegel, den Dir jemand anderes vor hält. Nicht immer, aber oft.

Was passiert denn da? Zwei Gestörte, und das meine ich so, zwei Traumatisierte treffen aufeinander.

Riiiiiiiieesenpotential, endlich mal die Kurve zu kriegen. Klar, das der Empath da hoch motiviert im Boot ist, nachdem er die Situation erkennt.

Bringt nur nix, wenn er auf entfaltungsresistente Narzissten trifft. Doch warum passiert das???

Leute, wenn Ihr darauf für mich eine Antwort habt, bitte her damit!!!!

Ich war so bei mir, so authentisch, lebensliebend und autark. Dann hat er mich umgehauen, wie es mir noch nie im Leben passiert ist.

Ich hab’s als Aufgabe gesehen, denn ich sehe ihn, wie er eigentlich gedacht ist.
Aber dann ist er immer wieder, wie ihn sein Leben und die Gesellschaft gemacht hat.

Und so, wie viele in der Gesellschaft sind, behandelt er mich auch. Und da frag ich mich im Umkehrschluß: Ich lieb mich doch auch selbst, warum krieg ich so eine Scheiße präsentiert?

Ich kann vieles aus meinem Psychologiestudium verwenden, um Menschen einzuschätzen. Noch mehr aus meiner Empathie heraus. Dennoch passiert keine Begegnung ohne Grund.

Doch hier sind auch noch Tiere involviert, die unter einer Trennung enorm leiden würden.

Das kommt ja alles nicht von irgendwo her.

Darum, liebe Freunde, schreibt mir bitte Eure Ansichten.
Vielleicht fühle und denke ich gerade einfach nur zu beschränkt…

Pflicht und Freiheit – wie passt das zusammen?

Neulich hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem meiner Lieblingsmenschen.

Unter anderem ging es um das Thema Freiheit leben und inwiefern Pflichten damit zu vereinbaren sind. Weiterlesen

1 Jahr Tramp – Einblicke, Aussichten, Rückblicke

Beim Aufräumen meines Laptops bin ich gerade auf meine Bilder von November 2015 gestoßen, meine erste Zeit in Andalusien.
Da werden so viele Erinnerungen wach, dass ich mich zu einem „kleinen“ Rück- und Ausblick hinsetze. In erster Linie hat er viel mit meinem Mindset zu tun, was sich kontinuierlich entwickelt hat. Möglicherweise ist bei meinen Gedankengängen ja auch etwas für Dich dabei?

12.11.2015 – (m)ein magisches Datum

Eigentlich fing alles ja schon so viel eher an. (Nachzulesen schon im Blogartikel „Auch im Paradies gibt’s Fliegen“)
Aus meiner Heimatregion Sauerland wollte ich schon als Teenager weg, später dann auch in irgendein Französisch-sprachiges Land. Doch als ich nach meinem ersten Jahr Selbständigkeit immer noch im Sauerland saß, hab ich mit mir mal Tacheles geredet.
Warum um alles in der Welt war ich immer noch hier???
Die Antwort guckte mich aus jedem Schrank und noch viel mehr aus meinem Keller heraus vorwurfsvoll an:
Ich hatte Zeugs ohne Ende. Noch nicht mal gesammelt, aber viele Interessen führen oft auch zu vielen unterschiedlichen (Sport-)Garderoben und Equipments.
Dazu wollte ich die Sachen meines Juniors immer mal bei ebay einstellen.
Der war mittlerweile 21 – und ich hatte noch Jeans in Größe 134 im Keller…
Okay, nach einer Runde Schämen bin ich mit mir selbst ins Gebet gegangen:
Kann ja wohl nicht wahr sein, dass das ernsthaft der Hauptgrund ist, warum ich immer noch da war?
So fasste ich im Sommer meinen Entschluss: Jetzt wird Entrümpelt, Rausverkauft, Weggegeben, was das Zeug hält und dann geht’s los!

1. Challenge: Extreme-Downsizing

Und da waren sie wieder, meine 3 Probleme: Wenig Zeit Dank Ganztags-Job( naja, Selbständigkeit deckt sich nicht zwingend mit effizientem Arbeiten), Hund und Familie, dafür Haufenweise Klamotten, Möbel und Co., die bei  ebay und anderen Verkaufsportalen eingestellt werden wollten – doch weil die alle mindestens einmal schon beim Einstellen abgestürzt waren, soviel Lust wie das bekannt-beliebte Schwein zum  Tanzen hat (wobei ich mich tatsächlich frage, ob Schweine nicht gern tanzen würden, wenn sie die  Möglichkeit dazu bekämen…).

Als Erstes bemühte ich mich darum, Leute zu finden, die eh schon bei ebay Sachen einstellten. Lieber wollte ich die ganze Mühe gegen prozentuale Gewinnbeteiligung abgeben, als alles selbst zu machen.
Doch die „lieben Leutchen“ waren noch unzuverlässiger als die hiesigen Spanier, also suchte ich nach weiteren Möglichkeiten.

Meine nächste Idee war es, diese Tätigkeit als eine Art „Wohnen gegen Hand“ abzugeben. Schließlich hatte ich ein Zimmer in meiner Wohnung frei.
Doch derjenige, der sich darauf meldete, hatte weder vom Einstellen noch Fotografieren auch nur ansatzweise Ahnung – so dass ich alles nacharbeiten musste – also wieder eine Null-Nummer.
Also hab ich in den sauren Apfel gebissen und die Verkaufstexte inkl. Einstellen doch selbst gemacht.

Flüchtlingshilfe – eine gute Tat für beide Seiten

Doch irgendwie wollte die Menge an Sachen gar nicht recht weniger werden, im Keller wie in meiner Wohnung türmten sich immer noch ewig viele Sachen.
Zum Glück gab es den Aufruf der Flüchtlingshilfe, ob man nicht Sachen abzugeben hatte.
Nach einer schnellen Durchsicht und einem entsprechenden Anruf, habe ich den fleißigen Helfern mit Spielzeug, Klamotten und Musikinstrumenten dann „mal eben“ ihren Sharan komplett voll gemacht – zur beiderseitigen Freude.

Irgendwann Anfang/Mitte Oktober war zumindest ansatzweise Land in Sicht – und ich hatte großartigste Hilfe von Thomas B., den ich in der Gruppe 2020 – die neue Erde kennen gelernt hatte.
Sein Vorteil: Er arbeitete für eine Abriss- und Entsorgungsfirma, so dass wir den Keller gemeinsam nach guten Sachen und Entsorgungswürdigen durch sortieren konnten und er die zum Entsorgen mitgenommen hat.
Das machte zu Zweit eh noch mehr Spaß als alleine, und so kasperten wir auch ziemlich dabei herum.

Marc’o Polo – ungeahnte Möglichkeiten

Er war auch derjenige, der mich auf den Autoverkauf eines Bekannten aufmerksam machte: Ein 22 Jahre alter, super erhaltener Polo für kleines Geld, bei dem lediglich die Kupplung neu gemacht werden musste.
Der passte nicht nur ins Budget, Thomas bot mir auch an, den Wagen mit einem gemeinsamen Bekannten zu reparieren. Klar habe ich sein Angebot gerne angenommen! (Mega-Danke an dieser Stelle nochmal an Thomas und Axel!)

Flowmobil SOUL 144
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Wohnen gegen Hand – Auswandern auf die andere Art

Auch durch Facebook war ich in der Gruppe „Wohnen gegen Hand“ und „Urlaub gegen Hand“ aktiv.
Ich dachte mir: Es gibt so viele kleine Hotelbetriebe in Spanien, Yoga-Fincas, Wellness-Oasen und weiß-der-Deubel-was alles, die sich vernünftiges Marketing oder Suchmaschinenoptimierung usw. nicht bzw. kaum leisten können.
Ich wiederum wollte nicht mehr im einsamen Kämmerlein sitzen; mich allein zu verpflegen machte schon lange keinen Spaß mehr und Ortsveränderung war eh überfällig.

Also bot ich dort mein etwas anderes Angebot für „Wohnen gegen Hand“ an, was auch auf regen Zuspruch stieß.
So hatte ich nach wenigen Tagen folgende Optionen:

  • Pferdefinca in Südandalusien
  • Yogafinca nahe Nerja/ Andalusien
  • Finca in Portugal
  • Yogahaus auf Mallorca
  • Pferdefarm in Südschweden
  • Ferienanlage am Balaton
  • Berg-Gehöft in der Schweiz

Rundreisepläne entstehen langsam

So baute sich in meinem Kopf nach diversen Gesprächen mit den Beteiligten so langsam folgende Route auf:

Winter in Südandalusien
Finca in Portugal zum Frühjahr
spätes Frühjahr/Mandelblüte auf Mallorca
Sommer in Südschweden und Schweiz
Herbst am Balaton
dann mal weiter sehen oder gucken, wo es mir am Besten gefallen hat…

Das erste Jahr wäre auf diese Weise auf jeden Fall schon einmal gut aufgeteilt im gesamten Europa verteilt, was gerade auch für die 183-Tage-Steuer-Regel interessant war. (Gut nachzulesen auf www.staatenlos.de)

Als Stichtag bzw. Monat hatte ich mir also den Oktober gesetzt – der konnte im Sauerland superschön aber auch ganz schön ätzend sein.
Doch der Polo wurde und wurde nicht fertig, mein Keller bzw. die Entsorgungs-/ Entrümpelungs-arbeiten irgendwie nicht weniger – doch die vielen Gespräche via. Skype, Facebook und Mail mit der Pferdefinca in Südandalusien machten es immer dringlicher, dass ich langsam aber sicher Nägel mit Köpfen machte.

So erlebte ich meine letzten eklig-grau-kalt-nassen Tage im Oktober, verfluchte meine klammen Hände und hatte Südandalusien vor der Nase wie der Esel die berühmte Karotte.

Ende Oktober hab ich dann entschieden: Wenn der Wagen einfach nicht rechtzeitig fertig ist, lass ich den Jungs eben Zeit bis Weihnachten.
Dann wollte ich eh mit dem Flieger heim kommen und nochmal Xmas mit der Familie feiern – warum also nicht gleich für die noch übrigen 6 -7 Wochen den Flieger nehmen? Soviel Zeit hatten die Mädels von der Pferdefinca und ich eh miteinander veranschlagt.

Gesagt, getan, die Mädels informiert, Flüge gecheckt und gebucht: Der 12.11. stand nun endgültig fest!

Doch ich will mich hier ja nicht in der eigentlichen Geschichte verlieren – die könnt Ihr schließlich hier auf dem Blog als „Geh Deinen Weg“-Story nachlesen.

Hier möchte ich Gedankengänge, Gefühle, Synchronizitäten und Ähnliches, was ich aus diesem Jahr mitgenommen habe, rüber bringen.

Also fangen wir doch mal Folgendermaßen an:

Meine Überzeugung, dass die Möglichkeit auf eine bessere Welt mit angenehmerem Miteinander an uns allen selbst (und wie wir untereinander miteinander umgehen) liegt, hat mich zu dem eBook „2020- die neue Erde“ und in die gleichnamige Gruppe geführt.

Die ist der eigentliche Auslöser dafür, dass Spanien überhaupt interessant für mich wurde. Schließlich gab und gibt es hier ganze Dörfer für kleines Geld zu verkaufen, in denen man alternative Lebensformen mit Permakultur, autarker Energie usw. ins Leben rufen könnte – was aber bedingen würde, gut Spanisch zu beherrschen. So könnte man anständig mit den Verantwortlichen verhandeln – und genau da sah ich mich mitmischen.

Dank dieser Gruppe lernte ich eben auch Thomas kennen, ohne den ich weder meine Spirit (damaliger „Arbeitstitel bzw. -Name“ Marc’o Polo) noch diese tollen Hilfemöglichkeiten gehabt hätte.

Die „Wohnen gegen Hand“-Gruppen zeigten mir die Möglichkeit, auf eine Weise meinen Auswander-Wunsch umsetzen zu können, ohne komplett auf alle Sicherheiten verzichten zu müssen (dazu später mehr, denn dieser Gedanke ist so ziemlich das Falscheste meines ganzen Trips).

Meiner Ansicht nach ist es deutlich leichter, in einer komplett anderen Kultur sich auf die Spuren seines – wie ich es nenne- „authentischsten Selbst“ zu machen, als in dem Kulturkreis, der einen bisher mit all den Regeln und Konditionierungen eingeschränkt hat. (Was sich zumindest bisher für mich als richtig erwiesen hat).

Sicherheit(en) gibt es keine -aber Synchronizitäten, Vertrauen ins Leben und Dich selbst – inkl. Erfahren, dass alles was ist in Resonanz zu Deinem eigenen Energielevel geht – und das basiert darauf, ob Du z.B. das Leben liebst oder fürchtest.
Wobei ich hierzu sagen möchte:

Fürchten kann ich nur Zukünftiges; lebe ich tatsächlich im Moment, gehört die Furcht nicht zu den verfügbaren Emotionen.
Ich habe gelernt: Trauer gehört zur Vergangenheit und zu Verlustgefühlen, Furcht zu Zukunftsängsten und Mangel an Vertrauen (ins Leben und sich-selbst).

Welche Überzeugungen haben sich bewahrheitet, was ist neu, hat sich im Laufe meiner Reise verändert oder wächst gerade?

Platt gesagt: No risk, no fun ist eines davon 😉
Dazu – wie ich schon häufiger in meinem Blog geschrieben habe, ist nicht nur der Flow, sondern auch Vertrauen ins Leben und mich selbst einer der wichtigsten Aspekte meiner bisherigen Reise.

Ganz wichtig ist seitdem, meiner Intuition zu folgen. Dazu schicke ich meinen Verstand aka Waldorf und Stadler (in anderen Blogartikeln von mir nachzulesen) zum Chillen in die Hängematte und höre entgegen meiner Vernunft auf mein Herz. 🙂

Sich selbst bedingungslos zu lieben, seinen „negativen“ oder dunklen Seiten nicht nur zu begegnen, sondern sie auch anzunehmen, gehört zu den wichtigsten Punkten.
So kann ich nicht nur anderen entsprechend offen, vertrauensvoll und mit liebendem Herzen begegnen, ich ziehe dadurch auch verstärkt genau die Situationen und Personen in mein Leben, die zu meinem (dadurch bedingten) Energielevel, Denken und Fühlen passen!

Achtung! Das funktioniert anders herum genauso!!!
Bin ich negativ eingestellt, ängstlich usw., hat auch das dieselbe magnetische Wirkung.

Resümee: Mein Leben, meine Regeln, meine Entscheidungen – mein Schicksal!

Unter’m Strich kann ich nach diesem ersten Jahr sagen: Jeder IST seines eigenen Glückes Schmied!
Diejenigen, die in unser Leben treten – sei es als Weg-begleitende Freunde oder große Liebe – passen zu diesen Zeiten exakt zu unserem inneren Denken und Fühlen.

Was mir seitdem sehr präsent ist: Ich wurde gefragt, wie es denn wäre, so vollkommen ohne Zuhause zu sein.
Doch für mich fühlt es sich ganz anders an: Ich war nie mehr zuhause als seitdem! Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass „nach Hause kommen“ eher ein „bei sich/in sich selbst ankommen“ bedeutet, als ein (von der Möbel- und Bauindustrie beworbenes) „Zuhause-Gefühl“, dass sich an Orten, Möbeln oder anderen Einrichtungsgegenständen festmachen lässt.

Mich von Möbeln und Orten zu lösen, war mit eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe!
Mehr auf meine Intuition zu hören, ebenfalls.
„Waldorf und Stadler“ in die Hängematte zu schicken genauso.
Mir selbst ehrlich zu begegnen und mich authentischer zu leben, hat u.a. zu tollen neuen Freunden aus unterschiedlichsten Ländern geführt, einem gänzlich anderen Kontakt zu meiner Familie und vor allem dazu, der Liebe meines Lebens zu begegnen <3.

Schluss-Satz:
Vergiss nie: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit ebenso, wie sie Gleichgesinnte(s) anzieht.

Hasta luego!

Geh Deinen Weg (Teil 13) – Deutschlands „Sommer“

Und weiter geht’s mit Geh Deinen Weg, wir sind schon bei Teil 13 (12: Almunecar, 11, Reg Salobrena).

„Komm im Sommer nach Deutschland, haben sie gesagt. Dann ist es schön, haben sie gesagt“ – Pustekuchen! Weiterlesen