Guck hin! – achtsam Fühlen statt Funktionieren

Die jetzige Phase, in der wir uns befinden, hat es wirklich in sich: Nie habe ich mehr Menschen um mich herum erlebt, die innerlich so fürchterlich zerrissen sind. In deren Augen ich einen Schmerz erkenne, der scheinbar nicht gestillt werden kann.
Im unsteten Blick erkenne ich die alten Kompensations-Muster:

Ich muss nur noch etwas besser funktionieren, mehr leisten/haben, dann werde ich glücklicher, zufriedener, gesünder (was-auch-immer) sein.

Doch dieses Muster hat ausgedient. Die innere Stimme wird immer lauter; die innere Leere brüllt uns an.
Sie lässt sich nicht mehr wegschieben durch Ablenkungen wie TV, Alkohol, Konsum und Co.!

Du bist KEIN Roboter!

Uns wurde Zeit unseres Lebens eingetrichtert, dass wir uns nur noch mehr anstrengen müssten, wenn wir unzufrieden sind. Wunschgemäß funktionieren müssen, um Anerkennung, gute Noten, elterliche Zuneigung und Akzeptanz von Freunden oder Gesellschaft zu erhalten.

Kurzfristige Erfolge haben die beginnende Leere (ich nenne es „des sich-verbiegen-müssens“) in uns besänftigen können. Lauter kleine Häppchen Besänftigung; die neuen Schuhe, das neue Handy, Auto, Beförderung – doch schneller als sie gekommen sind, ist dieses positive Gefühl auch schon wieder vorbei.

Denk an ein Baby, das ganz ehrlich und pur seine Bedürfnisse fühlt – und lautstark mitteilt.
Dann zeigt ihm die Erziehung, wie es „gewünscht“ ist. Lieb, nett, angepasst – ansonsten gibt’s Ärger, schlechte Noten, Ablehnung.
Und schon beginnt es, seine eigenen Bedürfnisse zu überspielen, manche sogar abzulehnen. Zumindest läuft dieses „Spiel“ in unserer westlichen Welt oft genug so ab…

Lebensqualität
Lebensqualität

Was bleibt, ist die Leere

Immer mehr werden sich allerdings klar darüber, dass die Bedürfnisse von Körper und Seele/Innenleben sich nicht mehr totschweigen lassen.

Nur: sie zu verstehen oder interpretieren zu können, haben wir oftmals völlig verlernt!

Zurück bleibt lediglich ein unterschwelliges Unbehagen, das wir mit Oberflächlichkeiten und Ablenkungen zu stillen versuchen. Und die Industrie macht kräftig mit: TV, Internet, Werbe- und Kaufangebote allerorts, Konzerte, Theater, Kneipen…

HÖR HIN! FÜHL HIN!

Es will wahr genommen werden, Dein Innerstes. Ebenso wie Deine körperlichen Bedürfnisse.

Und das kann trainiert werden, so wie ein kleines Kind sprechen und laufen lernt. Auch wenn es dabei immer wieder mal hin fällt oder strauchelt, irgendwann läuft es.

Achtsamkeit
Achtsamkeit

Achtsamkeit – der Weg zu Dir

Der Weg zum Spüren ist so einfach wie schwer: Achtsamkeit.

Viel wird über sie geschrieben – oft (leider?) in dermaßen esoterischem Kontext, dass besonders viele Männer nichts davon hören wollen – geschweige denn sich Gedanken darüber machen, was genau denn da gemeint ist.

Doch das ist Blödsinn!
Es geht einfach nur um Deine unverfälschte Wahrnehmung Deiner selbst. Und genau dieses „einfach“ ist für Viele alles andere als leicht.

Selbst Hunger, Durst, Müdigkeit, Erschöpfung rechtzeitig wahr zu nehmen, haben viele von uns verlernt:

  • Ist Deine Kehle trocken, BIST Du bereits dehydriert
  • Knurrt Dein Magen, BIST Du bereits ausgehungert
  • Fallen Dir die Augen zu, BIST Du bereits übermüdet

Das gilt auch umgekehrt:

  • Begeisterung – wie GROSS muss heute der Impuls dafür sein?
  • Lautstärke – ab wie viel Dezibel wird’s unangenehm?
  • Schmerz, Krankheit – ab WANN kannst Du es nicht mehr ignorieren?
  • Fühlst Du Sättigung, bist Du erwiesenermaßen schon seit einigen Momenten satt.
    Diese „Meldung“ wird verzögert an das Gehirn weiter gegeben – und in Zeiten, wo wir eher schlingen als essen, hat bereits viel mehr Nahrung als nötig unsere Kehle passiert
  • Apropos Essen – Essen? Nein, herunter schlingen. Und dabei gefühlte 1000 andere Dinge tun.

Erinnerst Du Dich?

…konkret an alles, was Du heute zu Dir genommen hast? Jeden Schoko-Riegel, jeden einzelnen Bissen Brot, Müsli, Mahlzeit?

Erinnerst Du Dich an den Geschmack, die Konsistenz? Könntest Du die Gewürze und Zutaten identifizieren? (Mach da mal ein Spiel draus…) Erinnerst Du Dich an Dein Tempo, Deine Gedanken, gleichzeitige Aktionen? (TV gucken, Zeitung lesen, Facebook checken…)

Überstimulation macht krank

Wenn Du Dir die ersten Punkte des vorherigen Absatzes ansiehst, wirst Du vermutlich feststellen, dass Du diese Dinge tatsächlich erst bemerkst, wenn es ein ZUVIEL davon gibt.

Woran liegt das?

Warum können wir nicht mehr „gesund“ wahrnehmen?

Meiner Ansicht nach gibt es da verschiedene Einflüsse:

  • das Hamsterrad meiner Gedanken
  • die endlos lange To-Do-Liste
  • Multimediale Informationsflut im Sekundentakt
  • Stress, Hetze
  • Überwürzte Speisen, übersteuerte Bässe, Übermaß an „Input“

Wir sind abgestumpft

All diese Punkte haben uns abstumpfen lassen – und ganz ehrlich? Das ist ein verständlicher Mechanismus des Menschen. Ansonsten würden wir verrückt werden, oder aggressiv oder, oder, oder. Es ist ein Schutzmechanismus – der uns aber nicht gut tut.
Besser ist es, sich immer wieder zwischendurch kurz auf sich selbst zu besinnen.

How to – kleine Übung

Es braucht etwas Übung und Wiederholung, um sich selbst wieder wahr zu nehmen, aber es geht:

Stell Dir einen Alarm; bestenfalls stündlich oder im 3h-Rhythmus. Blende alle Ablenkungen aus oder schalte sie ab. Schließe die Augen und konzentriere Dich NUR darauf, gaaaanz tief ein zu atmen. Halte Deinen Atem kurz, bevor Du ebenso tief aus atmest – und wieder kurz hältst.
Das machst Du 3-5 Mal.

Nun nimm Dich wahr. (Nicht lachen, sieht ja keiner 😀 )

  • Wie fühlt es sich an, wo Du sitzt/stehst?
  • Wie warm/kalt ist die Umgebung?
  • Welche Geräusche nimmst Du wahr?
  • Kannst Du Dein Herz schlagen spüren?
  • In welcher Stimmung bist Du?
  • In welcher wärst Du gern?
  • Welche Erinnerung, welcher Song schafft es, Dich in diese Stimmung zu versetzen?
    (okay, dieser Schritt ist schon für Fortgeschrittene, erst Mal reichen die anderen Fragen aus)

Wenn Du dieses „In-Dich-Hinein-Fühlen regelmäßig machst, wirst Du auch Deine Bedürfnisse, egal ob körperlicher oder innerer Natur, besser und eher wahr nehmen können.

Speziell an die Männer

Diesen Absatz möchte ich gern speziell an die Männer richten, es dürfen sich aber alle gerne darin wieder finden! 🙂

Viele, die ich kenne, wurden als „typischer Junge“ erzogen.
„Indianer kennt keinen Schmerz“, „starkes Geschlecht“, „Ernährer der Familie“ usw.

Das baut nicht nur eine Menge an (Erwartungs-)Druck von außen (Gesellschaft, Familie, Freunde) auf, sondern auch als Anspruch an sich selbst.

Was wäre, wenn Du einfach Dir selbst mal zu gestehst, dass es Dir zuviel wird?
Deinem Auto gönnst Du den Check-up und Ölwechsel – aber Dir selbst nicht DIE Erholung/Regeneration, die Du benötigst – als ob Dein Wagen nur mit Benzin fahren würde (oder mit Wasser).
Du bist – unabhängig von Deinem Geschlecht – ein Mensch. „Unverdorben“ betrachtet ein emotionales, soziales Wesen.

Du hegst aber den Anspruch an Dich selbst, IMMER stark sein zu müssen, NIE Schwäche spüren, geschweige denn zeigen zu dürfen. Du hast den Glauben übernommen, Gefühle und Sensibilität zu zeigen, zeuge von Schwäche.

So hast Du einen fetten Knoten geknüpft, deckelst Deine Gefühle, verdrängst Deine Ängste und spielst den (Erwartungs-)Druck herunter.

Als Mensch handelst Du damit wider Dein Naturell.
Zwing einen Fluss in ein festes Bett, und er wird immer wieder bei Hochwasser über die Ufer treten!

Nicht anders ist es bei Dir, mit Überdruck, zu viel an Ängsten, Gefühlen, Eindrücken.
Deckeln funktioniert eine Zeit lang, wie bei einem Schnellkochtopf. Irgendwann geht er hoch!

Und dann rastest Du aus, oder wirst krank, depressiv, aggressiv, Burnout – was auch immer.

Was, wenn Du jetzt einfach mal nur für Dich, ganz heimlich, akzeptierst, dass Du als Mensch diese Regungen hast? Diese Bedürfnisse, Gefühle, Impulse?

(Ich wiederhole mich gerne: Es sieht keiner, erlaub es Dir doch einfach mal!)

Und dann MACH doch einfach mal die Übung zum „Hineinfühlen“.
Starte am Besten im Feierabend oder am Wochenende. Schaff Dir Allein-Zeit.
Und wenn Du es Dir ernsthaft erlauben kannst, wirst Du Dir ehrlicher begegnen als jemals zuvor.

Warning: Vulkanausbruch

Ehrlicher Weise möchte ich Dich allerdings auch darauf vorbereiten, was passieren kann:

Je länger Du all Deine Emotionen und Bedürfnisse „gedeckelt“ hast, umso stärker könnten sie heraus brechen.
Das kann im ersten Moment überfordernd wirken, übermächtig, schmerzhaft.
Bitte bleib ruhig. Atme ruhig und tief. Konzentriere Dich immer wieder auf die Atmung und guck/fühle nur hin – ohne (Be-)Wertung.
Vielleicht magst Du Dir Notizen machen zu dem, was da hoch kommt.
Versagensängste, Zukunftsängste, Verlustängste, Kindheitsschmerz, Verlustschmerz, gekränkte Eitelkeit – alles ist in Ordnung.
Lass es kommen mit dem Bewusstsein, dass es dann auch wieder weiter ziehen kann – sofern Du es nicht fest hältst und ewig um diesen Punkt herum zirkelst.

Authentizität
Authentizität

Perspektivänderung

Nein, viele dieser Dinge, die da „hoch“ kommen, fühlen sich alles andere als toll an, sagst Du? Befürchtest Du schon vorher?

Doch genau HIER liegt Deine Chance: Dein Potenzial, eine andere Sichtweise einzunehmen.

  • Versagensangst? Es gibt mehr als nur einen Weg, eine Herangehensweise, was sind Deine Stärken? Was hast Du unter widrigen Umständen in der Vergangenheit schon erreicht? Schau, wie weit Du schon gekommen bist!
  • Verlustangst? Was könntest Du tun, um XYZ zu (be-)halten? Könnte es aber auch sein, dass Du die Wichtigkeit überschätzt? Geht Dein Leben ohne XYZ nicht weiter???
  • Verlustschmerz? Was nicht gepasst hat, hat seinen Grund. Was ist Dir wichtig, was hast Du dazu getan, dass „es“ nicht mehr da ist? Erkenne Deine (Mit-)Verantwortung
  • Erfolgsdruck? Wer macht diesen? Konzentriere Dich auf die Ergebnisse, die Du erzielen willst und breche sie in kleine, machbare Teilabschnitte herunter
  • Und vor allem: Sei NETT zu Dir selbst! Unser schlimmster Kritiker sitzt immer noch in unserem eigenen Kopf – aber auch den kannst Du mit mehr Achtsamkeit/ achtsamen Umgang leiser stellen oder regulieren. Kritik kann, darf, nein: SOLL bitte immer konstruktiv formuliert werden – tu so, als wärst Du selbst Dein bester Freund!

Für alles gilt dabei: Persönliches und charakterliches Wachstum findet seltenst in Phasen statt, in denen es uns gut geht. Die „blöden“ Phasen und Katastrophen fordern uns heraus. Rückblickend betrachtet kannst Du normalerweise jeder Scheiß-Zeit oder -Entwicklung auch etwas Positives abgewinnen. Und wenn es das Erkennen Deiner Stärke ist, das Entdecken Deiner Kreativität – whatsoever.

Ohne die Kack-Zeiten wärst Du nicht der, der Du jetzt bist.

So, und jetzt find‘ Dich einfach mal gut; fühl Dich wohl mit Dir und freu Dich, dass Du Dich hast! 😀

 

 

Romantik und Quantenphysik -verträgt sich das?

Update von heute: Zu diesen Gedanken dazugehörige Ausführungen und Links folgen unter dem eigentlichen Artikel.

Hey Freunde, ich guck gerade einen Film.

Nee, TV hab ich schon lange raus geworfen, ich gucke über Internet. Vimeo, Youtube – eben was ich will und wann ich will.

Dazu muss ich vorweg sagen, dass ich heute ’ne Menge Videos über Quantenphysik geschaut habe – und nun sitz ich hier mit so ’ner Art Liebeskummer und frage mich: Passen Quantenphysik und Liebe/ Liebeskummer zusammen?

Das Eine wird mit Wissenschaft verknüpft, das andere mit rosa Glitter und Herzschmerz.

Doch echt mal: Ist das wahr???

Authentische Liebe
Authentische Liebe

 

Unsere Emotionen bewirken ’ne Menge im Außen, sind wir gut drauf, gehen wir offener auf andere zu als wenn wir verletzt sind.

Unsere Gedanken bzw. Be- und Verurteilungen steuern unsere Gefühle – was wiederum zur Ausschüttung unterschiedlicher Hormone/Botenstoffe führt.
Von Oxytozin, Dopamin, Serotonin in positiven Fällen bis Adrenalin und Cortisol in negativen Zusammenhängen.
Auf diese Weise verändern sich Gehirnströme ebenso wie Herzströme – alles messbar, auch wenn „Gefühle“ nicht wirklich greifbar sind – ihre Auswirkungen sind es.

Mittlerweile ist sogar bekannt, dass glückliche Menschen ein Pheromon produzieren, dass andere wahrnehmen können – Glück also als das perfekte Parfüm…

Also: Raus aus dem „warum, weshalb“. Vielleicht war es einfach  nur eine Lektion, vielleicht eine Challenge, zu gehen, wenn Dein Selbstwertgefühl wichtiger ist als das Potential (das immer weiter weg ins Universum eintaucht) der Beziehung?

Warum bin ich denn hier? Ich meine: Nix in der Natur, in der Welt ist ohne Grund.
Alles ist in perfekter Balance, auch in meinem Körper: Herzschlag, Zellteilung, Atmung – naja, sofern ich ausgewogen lebe. Nicht anders ist es in der Natur: Die Ausgewogenheit wäre da, wenn der Mensch nicht immer so schrecklich unausgewogen eingreifen würde. Die Ausgewogenheit ist auch im Kosmos vorhanden; die Bahnen der Planeten, der Abstand der Sonne zur Erde – wäre das nur ein kleines bisschen anders, wäre die Erde kein Ort für Leben.

Also werde ich auch irgendwie meinen Platz haben. Claro. Soweit versteh ich das. Und dass mir Situationen passieren, die mir gut tun oder weh tun( was wiederum meine eigene Bewertung ist), das hab ich auch verstanden.

Meine Ansammlung von Atomen, Ionen, Neuronen, Positronen und was weiß ich noch alles wird, wann immer es passend ist, in Resonanz oder Wechselwirkung zu anderen Anhäufungen gehen. Ob es nun Menschen, Tiere, Pflanzen, Umwelt sein wird, nur allein schon durch mein Sein, meine Aktionen, Gedanken, Worte, meinen Konsum beeinflusse ich die Welt.

Ich hab das Gefühl, ich hab gerade was ganz Großes gelernt:

Ich bin hier, um zu fühlen. Um zu erleben- Sinne, die ich als „reine Energie „(sorry, for that, aber das sind wir zu 99,999999999%) niemals erleben könnte.

Diesen Rollercoaster called life zu genießen – nicht zu fürchten.

ALLES will ich erleben, die Schmerzen, den Jubel, die inneren Purzelbäume, die Liebe.

Aber hey, wäre ja einfach, wenn das Leben einfach  nur ein gebuchter Trip wäre, wo man auch reklamieren kann.

Nee, das ist wie in diesem Film mit Schwarzenegger, dieses Endzeit-Drama, wo es keinen Ausweg gibt.
Aber WIE Du es angehst, wie kreativ Du wirst, um das für Dich bestmögliche Ergebnis rauszukitzeln, das liegt an Dir – oder gerade jetzt eben an mir.

Quantenphysik und Romantik – oder Liebe ist für mich das Normalste der Welt:
Ich SPÜRE eher, mir wem ich klar komme oder mit wem nicht. Wie oft habe ich etwas ausgesprochen, was mein Partner kurz zuvor gedacht oder gefühlt hat, oder umgekehrt.

Wie häufig bekomme ich Feedback, dass meine Gedankengänge bei jemand anderem eine grandiose Neu-Positionierung ausgelöst haben – und sein anderer Blickwinkel seine Welt und sein Handeln verändert hat.

Genau DARUM geht es: Erkennen wir unsere Verbindung und nutzen wir diese Herausforderungen, um zu wachsen. Diese Menschen kommen nicht ohne Grund in unser Leben.

Mal sind es (irdische) Arsch-Engel, mal Supporter.

Doch immer ist es ein Wechselspiel, und wir geben während des Lernens unglaublich viel zurück. Sofern der Gegenpart sich öffnet, bereit ist, zu wachsen und sich zu entfalten, kann das wundervoll bereichernd für beide Seiten sein.

Es lässt sich nicht mit Euros bewerten. Es ist viel wertvoller, aber nicht Viele erkennen es…

Wenn Du das hier gelesen hast, und in eine ähnliche Situation kommst: Erinnere Dich bitte!

Es ist für Dich immer auch eine Riesen-Chance, Dein echtestes Selbst zu entwickeln, in einem Rahmen von Liebe und Akzeptanz. Sei mutig! Tritt ein!

 

Quantenphysik und Romantik; Hilfreiche Links zur (indirekten) Messung von Gefühlen bzw. durch diese ausgelösten Botenstoffe:

Romantik/Liebe/positive Gefühle → Ausschüttung von Oxytozin

lt. Neurochemie soziales Bindungshormon

https://de.wikipedia.org/wiki/Oxytocin

Wikipedia: Verliebt-sein:

Verliebt sich ein Mensch, so sorgen verschiedene Botenstoffe für Euphorie (Dopamin), Aufregung (Adrenalin), rauschartige Glücksgefühle und tiefes Wohlbefinden (Endorphin und Cortisol) sowie erhöhte sexuelle Lust (Testosteron sinkt bei Männern, steigt bei Frauen). Umgekehrt können Momente, in denen man nicht mit der geliebten Person zusammen ist, als sehr schmerzlich bis hin zur Verzweiflung empfunden werden. Auch Sexualduftstoffe (Pheromone) werden vermehrt abgegeben. Hingegen sinkt der Serotoninspiegel stark ab, wodurch der Zustand der Verliebtheit in diesem Punkt eine Ähnlichkeit mit vielen psychischen Krankheiten aufweist. Das trägt dazu bei, dass Verliebte sich zeitweise in einem Zustand der „Unzurechnungsfähigkeit“ befinden können, sich dabei zu irrationalen Handlungen hinreißen lassen und Hemmschwellen abbauen. Nach einiger Zeit (wenige Monate) gewöhnt sich der Körper an diese Dosen und ganz allmählich (laut WHO maximal nach 24 bis 36 Monaten) beendet das Gehirn diesen sensorischen „Rauschzustand“.

Dass Gefühle und Gedanken/Beurteilungen zusammen hängen und unterschiedliche Aktionen im Körper auslösen, erforscht die Neurobiologie oder auch Molekularbiologie.
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEHIRN/Gehirn-Bildgebende-Verfahren.shtml

Wir als Menschen, bestehend aus Atomen (auf Quarks und Higgs-Teilchen will ich hier jetzt gar nicht näher eingehen), sind umgeben von einem meßbaren Feld, ähnlich dem Magnetfeld aus dem Physikunterricht.

Bereits im Jahr 1777 konnte der deutsche Physiker G. Lichtenberg eigentlich nur zufällig entdecken, dass Gegenstände in einem starken elektrischen Feld anfangen können zu leuchten. J. Narkevitch-Jodko, de Moura, Nikola Tesla und weitere zahlreiche Forscher und Erfinder beschäftigten sich sehr stark mit diesem interessanten Phänomen. Das russische Ehepaar Semyon und Valentine Kirlian machte in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts dieses geheimnisvolle Leuchten weltweit bekannt. Dieser Effekt wurde auf Fotoplatten oder Fotopapier aufgenommen (Kirlian-Fotografie). (https://denkeandersblog.wordpress.com/2015/12/10/das-menschliche-energiefeld-wird-sichtbar/)

Durch Magnetresonanz-Tomographie und Impendanz-Tomographie ist messbar klar gestellt, dass der menschliche Körper leitfähig ist, je mehr ungebundene Ionen (Blut z.B.) umso besser.
Alles, was leitet, führt zwangsläufig eine gewisse Bewegungs-/Strömungsenergie.

https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Impedanz-Tomografie

Überall, wo ein Prozess vor sich geht, entsteht „Arbeit“. Sei es Zellteilung, Nährstoff-Versorgung, Ausschüttung von Hormonen/Botenstoffen – all das sind Prozesse, die Energie benötigen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Botenstoff)
(S. Wikipedia: Eine Zufuhr von Energie ist unter anderem nötig, um einen Körper zu beschleunigen oder ihn entgegen einer Kraft zu bewegen, um eine Substanz zu erwärmen, ein Gas zusammenzudrücken, elektrischen Strom fließen zu lassen oder elektromagnetische Wellen abzustrahlen, sowie um im leeren Raum materielle Teilchen entstehen zu lassen. Lebewesen benötigen Energie, um leben zu können. Energie benötigt man auch für den Betrieb von Computersystemen, für Telekommunikation und für jegliche wirtschaftliche Produktion.[1] )

Es gibt ein fundamentales physikalisches Gesetz, das Ampèrsche Gesetz, dass besagt: Wenn Strom durch Leiter wie Drähte oder lebende Gewebe fließt, erzeugt er ein ihm proportionales Magnetfeld in seiner Umgebung.
Da lebende Gewebe Elektrizität leiten, folgt daraus – den klassischen physikalischen Gesetzen folgend – dass die Ströme vom Herz, anderen Muskeln, vom Gehirn und anderen Nerven zwangsläufig magnetische Felder im Umfeld des Körpers erzeugen. Diese nennt man biomagnetische Felder.
Das biomagnetische Feld vom Herz wurde erstmals 1963 in Syracuse, New York mit zwei Spulen gemessen, die jeweils zwei Millionen Drahtwindungen hatten. (Siehe Abb. 1A)

Etwa zu der Zeit, als diese Messungen gemacht wurden, gab es eine Entdeckung in Cambridge, England, welche die Messungen des biomagnetischen Feldes revolutionierte und ein Jahrzehnt später Brian Josephson zum Nobelpreis verhalf. Josephsons Entdeckung führte zu der Entwicklung eines sehr empfindlichen Magnetometers, SQUID genannt. (Supraleitende Quanteninterferenzeinheit) Diese Apparate werden nun weltweit in medizinischen Laboren verwendet, um das menschliche Energiefeld zu untersuchen. Abbildung 1B zeigt den Basis-Aufbau eines SQUID-Magnetometers.

Schon allein unsere Körpertemperatur erhalten benötigt Energie und entsprechende Ressourcen.
Da „funktionieren“ wir nicht anders als ein Auto – das ohne Sprit nun mal nicht fährt.

Willkommen im Bereich der Biokybernetik! 🙂

Wer sich zu sehr auf die bestehende Physik beschränkt, übersieht Folgendes:

Die Erde wäre immer noch eine Scheibe und wir würden in Höhlen am Lagerfeuer sitzen, wenn nicht eine Menge Leute „What if…?“ gedacht und vorherrschendes „Wissen“ infrage gestellt hätten.

Ganz davon abgesehen ist längst bekannt, dass unsere Wahrnehmung sehr begrenzt ist.
Sei es im Sehen (Ultraviolett usw.) oder Hören (Ultraschall…) – warum sollte also unsere Wahrnehmung tatsächlich NUR auf unsere bisher bekannten Sinne begrenzt sein?

Wissenschaftliche Experimente zeigen messbar, dass Pflanzen z.B. untereinander kommunizieren, sogar Angstreaktionen zeigen, wenn man ihren Blättern z.B. mit Feuer zu nahe kommt.

https://web.archive.org/web/20121128154659/http://www.uni-stuttgart.de/philo/fileadmin/doc/pdf/gottschalk/kirlian.html

Gemessen werden kann das ganz ohne großes Brimborium:

http://www.kids-and-science.de/experimente-fuer-kinder/detailansicht/datum/2009/08/10/elektrische-felder-des-menschlichen-koerpers-messen.html

Ausserordentlich interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch folgende Aussage eines Wissenschaftlers, der sich 20 Jahre lang mit Zellbiologie und Biophysik beschäftigt hat und eine „Brücke“ zwischen Reiki und Wissenschaft gefunden hat:

Komplementäre Medizin in wissenschaftliche Forschung zu integrieren, ist eine ungemein aufregende Bemühung. Mein erster Fokus war nicht, was die Wissenschaft den Anwendern beibringen kann, sondern was Wissenschaft von ihnen lernen kann. Später fand ich heraus, dass die Wissenschaft den Anwendern helfen kann, ein besseres Verständnis ihrer Arbeit zu entwickeln, z.B. ihrer Wirkungen auf der Ebene von Zellen und Molekülen. Während wir dieses Thema behandeln, bin ich mir sicher, dass Sie sehen werden, dass Reiki und andere Methoden nicht die Gesetze der Physik verletzen. Obwohl wir offensichtlich viel zu lernen haben, beginnen wir, logische Erklärungen und testbare Hypothesen dieser Methoden zu entwickeln, was das Kennzeichen guter Wissenschaft ist. Das Testen dieser Hypothesen ist eine der aufschlussreichsten und aufregendsten Forschungsreihen, die ich jemals erlebt habe.
Sie werden sehen, dass ich mich auf magnetische und biomagnetische Felder konzentriere. Das liegt daran, dass wir viel über diese Felder wissen und sie einfach zu messen sind. Das heißt nicht, dass wir andere Energieformen von der Recherche ausschließen. Der Körper sendet auch Licht, Klang, Hitze und elektromagnetische Felder aus – darüber hinaus hat er ein Gravitationsfeld.

http://www.rei-ki.info/hintergrundwissen-reiki-und-wissenschaft/wissenschaft-und-das-menschliche-energiefeld/all/1/

 

So, und nun sind WIR wieder dran: Das zu reflektieren, uns und unsere Sinneswahrnehmungen zu hinterfragen – und bestenfalls den „What if…?“-Gedanken zuzulassen.

 

„Einen Scheiß muss ich“ – über Lebensqualität und Mindset

Mein Beitrag zur Blogparade „Lebensqualität“ von Stefanie Ochs (www.zarameh.de)

Als ich von Stefanies Blogparade zum Thema Lebensqualität gehört habe,war ich sofort Feuer und Flamme.

Denn erst vor Kurzem hatte ich mich genau zu diesem Thema hin gesetzt und mir eine Stichpunkt-Liste erstellt, was genau ICH darunter verstehe.

Nicht ohne Grund, denn nach der Trennung von meinem Lebensgefährten war ich ganz weit weg von mir und dem Leben, wie ich es mir vorstellte.

Und was ist da wichtiger, als sich neu auszurichten?

Wisse, was Du willst

Die Krux in solchen Phasen ist allerdings, dass Du ganz genau weißt, was Du NICHT willst – ziemlich blöd, oder sagst Du dem Taxifahrer auch, dass Du NICHT nach Paris willst?
Der bekommt von Dir eine ganz konkrete Adresse – warum schaffen wir das so wenig, wenn es um unsere Bedürfnisse, unsere Lebensträume, Werte – uns selbst – geht?

Worthygiene – das Aufräumen im Denken

In diesem Zusammenhang fällt mir schon seit vielen Jahren etwas negativ auf:
Ich lese sehr viele Online-Artikel und Blogposts, und was mich wirklich ganz fürchterlich daran stört, ist dass viele mit der Phrase „Du MUSST…“ kommen.
Abgesehen davon, dass mein Lieblingsspruch lautet:

„Einen Scheiß muss ich“,

finde ich es wirklich sinnvoll, sich mit diesem „Muss“ mal auseinander zu setzen.

Ist es wirklich wahr, was wir alles so ‚müssen‘???

Ich muss arbeiten, ich muss einkaufen, ich muss putzen, ich muss auf’s Klo –

benutzen wir das Wörtchen ‚muss‘ wirklich bewusst?

Lebensfreude
©pixabay.com

„Muss“ vs. bewusster Selbstverantwortung

Ich behaupte mal, dass wir viel zu gedankenlos mit der Verwendung dieses Wortes umgehen.

Selbst wenn Du Deinen Job nicht magst, hast Du Dich aus verschiedenen Gründen dazu entschieden, ihn zu machen: Wegen des Geldes; weil Du eine Familie zu versorgen und/oder Kredite abzuzahlen hast; weil Arbeitslosigkeit für Dich keine Option ist; andere Jobs schwer zu finden sind – die Liste ist lang.

„Ich muss einkaufen“ – nun ja, die Alternative ist ein ggf. leerer Kühlschrank (oder Magen). Du entscheidest Dich dafür, Dinge in Deinen Warenkorb zu legen, die Du essen/kochen/trinken magst.

Selbstverantwortung bewusst zu leben bedeutet, Dir klar darüber zu sein, dass Du für jede Pro-Entscheidung Dich gegen die Alternativen entscheidest. Das bedeutet auch, einen gewissen „Preis“ für Deine Entscheidung zu zahlen.

Willst Du partout nicht mit leerem Magen da sitzen und das Weiß deines Kühlschrank-Innenlebens studieren, „zahlst“ Du: Mit der Zeit, die Du zum Einkaufen brauchst; möglicherweise nervigem Warten an der Kasse; natürlich auch dem Geld, was Du in Ware tauschst.

Doch die Entscheidung zum Einkaufen triffst Du völlig selbstverantwortlich.

Genauso wie Du Dich PRO Arbeitsstelle und gegen Arbeitslosigkeit, Ungewissheit und Geldeinbussen entscheidest; auf’s Klo zu gehen, statt in die Hose zu machen; Du die Wohnung putzt, weil Du es aufgeräumt und sauber magst – statt mit Staubmäusen in Zentimeter hohem Schmutz-Teppich Fangen zu spielen.

Lebensqualität – Du entscheidest

Für mich hat Lebensqualität eine Menge damit zu tun, dass ich mir darüber bewusst bin, alles selbst zu entscheiden.

FÜR Ordnung und Sauberkeit – oder mal alle Fünfe gerade sein lassen?

FÜR mein Lieblingsessen/-Trinken – oder Vorlieb nehmen mit dem, was da ist?

FÜR jeden Bereich meines Lebens, meiner Werte – meiner Gedanken und Worte.

Wie wäre es also mit folgenden Alternativ-Formulierungen?

„Ich werde erst noch/vorher noch einkaufen“,

„Ich plane, dann meine Wohnung in Ordnung zu bringen“

„Ich gehe dann/bin dann auf der Arbeit/ verdiene dann meine Brötchen“

Lebensqualität
Dein Weg zurück zu Dir

 

Familie vs. Selbst entscheiden – ein Widerspruch in sich?

Ich wurde mal gefragt, inwiefern Selbstverantwortung/ eigene Entscheidungen und eine Familie zu haben im Widerspruch stehen.
Das lässt sich auf alles ausweiten, wo es um das Thema Pflichterfüllung geht.

  • Dem Arbeitgeber gegenüber
  • dem Partner gegenüber
  • den Kindern/der Familie gegenüber
  • den Haustieren gegenüber
  • Dir selbst gegenüber

Sich selbst Gedanken über Selbstverantwortung und Eigen-Entscheidungen (und deren Preis) zu machen, ist in meinen Augen einer der wichtigsten Schritte zu mehr Authentizität – und Erwachsen-sein!

Natürlich mag ich nicht IMMER Putzen; habe manchmal ein Motivations-Tief in meinem Job oder hadere mit der Pflichterfüllung gegenüber meinem Partner, Kind oder Haustier.

Doch wenn ich mir die Alternativen bewusst mache oder auch nur vorstelle, die Konstellation wäre eine ganz andere, sehe ich oft genug die Konsequenzen:

  • kein Job = viel Zeit, wenig Geld, Zukunft ungewiss
  • keine Familie/Kinder (ggf. aus dem Haus) = Wichtige Bausteine/Stützpfeiler fehlen
  • kein Putzen = Chaos und Unordnung nehmen Überhand; je länger ich damit warte, umso zeitaufwändiger und unübersichtlicher wird eine zukünftige Aufräum- und Putzaktion
Lebensqualität
Lebensqualität

Bewusstes Denken verändert Dein Mindset

In diesem Sinne wirkst Du durch sogenannte Wort- und Gedankenhygiene in ungeahntem Ausmass auf Dein Unterbewusstsein ein!

Schon allein durch diese Umformulierungen und dem Wissen darum, dass Du Dich bewusst DAFÜR entschieden hast (und immer wieder entscheidest), bist Du frei.

Freiheit ist der am häufigsten genannte Wert in Bezug auf Lebensqualität – doch Wenige sind sich wirklich bewusst darüber, dass sie sich durch ihre Wortwahl selbst boykottieren!

Worte und Gedanken(muster) hängen allerdings ganz eng mit unserem emotionalen Sein zusammen.

Nun rate mal, wer glücklicher ist: Der, der sich bewusst für XY entscheidet, oder derjenige, der es als ‚muss‘ formuliert?

Lebensqualität – viel mehr als nur Freiheit

Ich persönlich habe mir aus den vielen Werten und Situationen, die für mich Lebensqualität bedeuten, mit der achtsamen Verwendung des Wörtchens „MUSS“ ein sogenanntes Basic heraus gepickt.

Natürlich ist das längst nicht alles, was meine persönliche Lebensqualität ausmacht.

Als sogenannter #HSP (highly sensitive person) und Scanner ist für mich Vielseitigkeit und Abwechslung, aber auch Allein-Zeit wichtig.

Ebenso wie tiefgründige Gespräche – aber auch Herumalbern mit Freunden.

Ganz oben auf meiner Lebensqualitäts-Liste stehen Genuss und Wertschätzung.

Und mir selbst ebenso gut zu tun wie anderen, gehören für mich ebenfalls dazu.

Sich selbst einzubringen und Selbstausdruck haben mir in den vergangenen Monaten oft gefehlt – jetzt spüre ich mich viel motivierter und engagierter, genau DAS zu tun!

Kreativ zu sein und Wertschätzung sowie Dankbarkeit auszudrücken/ zu empfinden, sorgen für unglaublich hohe Zufriedenheit – bis hin zum Flow!

Und immer wieder Neues lernen – ich habe so viele Interessen, dafür reicht ein einziges Leben gar nicht aus!

Ich denke, gerade diese Unterschiedlichkeiten machen das Leben facettenreich, interessant und erfüllend.

Aktion und Ruhephasen, Geselligkeit und Allein-sein, Tiefgründigkeit und Unbeschwertheit, Zufriedenheit und Herausforderungen – für mich ist Lebensqualität ein bunter Strauss von Gefühlen und Aktionen.

Und über all ihnen steht: Einen Scheiß muss ich! 🙂

 

Triggerst Du noch, oder liebst Du schon? Von erwachsenen Beziehungen vs. Egomanie

Wer kennt es nicht: Nach heißer Verliebtheit kommt irgendwann die Phase, wo wir eben auch die eher negativ behafteten (bewerteten) Seiten des Partners wahr nehmen. War das nicht alles einmal ganz anders??? Vielleicht habt Ihr meine „Rant-Story“ vor einigen Tagen gelesen – falls nicht, kommt das Thema hier zum Teil dennoch noch einmal zur Sprache. Weiterlesen

Vordrängeln gilt nicht – von Unterbrechern, Zeitdieben und Co.

Kennt Ihr die auch, diesen besonderen Schlag Mensch, der immer alles sofort gemacht oder beantwortet haben will?
Der in den Raum hinein kommt, und den es überhaupt nicht interessiert, ob seine Zielperson gerade etwas ganz anderes macht?
Der sofort die Aufmerksamkeit einfordert und auch ERWARTET, dass der andere sich unverzüglich um sein Anliegen kümmert?

Und kennt Ihr andererseits diese Leute, die erst ganz entspannt das, woran sie sitzen, beenden, bevor sie sich Dir zuwenden?

Ja, auch das kann ganz schön nerven, wenn man unter Zeitdruck oder auch Handlungsdruck steht – und doch leben diejenigen deutlich stressfreier, gesünder und sich-selbst-wertschätzender!

    1. Reinplatzen, loslassen – pure Unachtsamkeit oder respektlos?

Früher in meiner Festanstellung habe ich das so sehr gehasst! Ob es mein Chef war, für den man die komplizierteste Übersetzung wegen Peanuts unterbrechen musste, die locker auch eine Stunde später hätten erledigt werden können; der Klient, der am Telefon „so lange auf die Info wartet“, obwohl er Dich gerade aus einer komplizierten Excel-Liste heraus gerissen hat, in der Du schon seit Stunden zugange bist – oder aber auch Freunde, die schlichtweg gerade nur ihr eigenes Problem oder Anliegen im Sinn haben, statt darüber hinaus darauf zu achten, ob es gerade passt, Dich aus dem heraus zu reißen, was Du gerade machst…

Wir kennen es von Kindern, die jedes Gespräch unterbrechen und sich keine Gedanken darum machen, ob es gerade passt oder nicht. Häufiges Ergebnis: Sie werden überhört, ignoriert – oder es wird ihnen (hoffentlich) gesagt, dass sie bitte noch einen Moment warten sollen.

Kinder können diese Form des Respekts lernen – bei vielen Erwachsenen ist es leider zu spät.

Doch wo kommt das her, dieses „Ich bin jetzt sofort dran, egal was der andere gerade tut“-Erwarten?

    1. Warten tut keiner gern

Klar warten wir alle nicht gern, doch was bei Kindern noch aus einem halbwegs natürlichen Drang heraus geschieht, akzeptiere ich bei Erwachsenen gar nicht gern! Im Gegenteil: Entweder mache ich tatsächlich erst das fertig, wo ich gerade dran bin, oder ich ärgere mich (über mich selbst), dass ich etwas für jemanden unterbrochen habe – nur um heraus zu finden, dass dessen suuuuperwichtige Frage/Aufforderung auch locker noch eine Stunde später gereicht hätte.

Klar wartet niemand gern, doch im respektvollen Miteinander sollte es für jeden von uns heute mehr als wünschenswert, wenn nicht sogar selbstverständlich sein, erst einmal die Situation abzuchecken, zu die man gerade hinzu kommt.
Was macht der andere, wie geht es ihm dabei, ist er dabei sehr konzentriert, sieht es so aus, als könnte mein Anliegen gerade passen oder wäre etwas später sinnvoller? Auch die Frage, ob derjenige gerade zuhören kann, finde ich heutzutage wirklich wichtig.
Niemand, und das meine ich genau SO

NIEMAND hat das Recht, in Deinen Dunst- oder Tätigkeitskreis so einzubrechen, dass Du von jetzt auf hopp alles stehen und liegen zu lassen hast!!!

Woher nimmt sich jemand das Recht, dass sein Anliegen wichtiger ist als das was Du gerade tust???

    1. Es liegt an Dir

Wie Du damit umgehst und wie Du es betrachtest, liegt natürlich voll und ganz an Dir.
Klar renne ich los und lasse alles stehen und liegen, wenn ein Kind in den Pool fällt, mein Hund angegriffen wird oder mein Schatz von der Leiter fällt.
Doch abgesehen von diesen und ähnlichen Notfällen erwarte ich schon soviel Empathie und Respekt, dass wenigstens hingeguckt wird und nicht automatisch das Anliegen des anderen den Vorrang vor meiner aktuellen Tätigkeit hat – und wenn es Meditieren ist und für jemand anderen so aussieht, als täte ich nichts. 🙂

Einfordern ist allerdings unsere eigene Sache, denn solange so etwas demjenigen nicht „gesteckt“ wird, wird er so weiter machen – und da stellt sich dann die Frage, inwiefern wir selbst unsere eigene Zeit bzw. deren Nutzung/Ausfüllen selbst (wert-)schätzen.
Wenn wir es nicht tun, warum sollte es ein anderer???

Also tust Du Dir gut, wenn Du zu demjenigen „mutierst“, der uns so fürchterlich auf den Nerv geht, wenn wir in Zeitnot sind: Mach Dein Zeugs erst zu Ende, denn auch die Aufmerksamkeit, mit der Du Dich dann demjenigen zuwenden kannst, ist eine ganze andere! Du bist nicht mehr mit halbem oder dreiviertel Kopf in der Angelegenheit, die Du bisher gemacht hast, sondern kannst Dich voll und ganz auf das Anliegen Deines Gegenübers konzentrieren.

Doch es kommt auch noch die Frage der Sichtweise hinzu, wenn wir bei dem unterbrochen werden, was wir tun:

Auch der Grund, warum wir uns dann ärgern, kann anders betrachtet werden: Für den einen (mich) ist es eine enorme Achtlosig- und Respektlosigkeit, der nächste sieht es nur als etwas Gedankenloses, Unachtsames an.

Sicher macht es letztere Sichtweise leichter und erzeugt weniger Ärger, doch je näher man sich steht, umso verletzender kann auch dieses sein.

Also bin ich mal wieder der Erklärbär – und hoffe, Euch mit diesem Luft-machen auch ein wenig auf den Weg mitgegeben zu haben. 🙂

1 Jahr Tramp – Einblicke, Aussichten, Rückblicke

Beim Aufräumen meines Laptops bin ich gerade auf meine Bilder von November 2015 gestoßen, meine erste Zeit in Andalusien.
Da werden so viele Erinnerungen wach, dass ich mich zu einem „kleinen“ Rück- und Ausblick hinsetze. In erster Linie hat er viel mit meinem Mindset zu tun, was sich kontinuierlich entwickelt hat. Möglicherweise ist bei meinen Gedankengängen ja auch etwas für Dich dabei?

12.11.2015 – (m)ein magisches Datum

Eigentlich fing alles ja schon so viel eher an. (Nachzulesen schon im Blogartikel „Auch im Paradies gibt’s Fliegen“)
Aus meiner Heimatregion Sauerland wollte ich schon als Teenager weg, später dann auch in irgendein Französisch-sprachiges Land. Doch als ich nach meinem ersten Jahr Selbständigkeit immer noch im Sauerland saß, hab ich mit mir mal Tacheles geredet.
Warum um alles in der Welt war ich immer noch hier???
Die Antwort guckte mich aus jedem Schrank und noch viel mehr aus meinem Keller heraus vorwurfsvoll an:
Ich hatte Zeugs ohne Ende. Noch nicht mal gesammelt, aber viele Interessen führen oft auch zu vielen unterschiedlichen (Sport-)Garderoben und Equipments.
Dazu wollte ich die Sachen meines Juniors immer mal bei ebay einstellen.
Der war mittlerweile 21 – und ich hatte noch Jeans in Größe 134 im Keller…
Okay, nach einer Runde Schämen bin ich mit mir selbst ins Gebet gegangen:
Kann ja wohl nicht wahr sein, dass das ernsthaft der Hauptgrund ist, warum ich immer noch da war?
So fasste ich im Sommer meinen Entschluss: Jetzt wird Entrümpelt, Rausverkauft, Weggegeben, was das Zeug hält und dann geht’s los!

1. Challenge: Extreme-Downsizing

Und da waren sie wieder, meine 3 Probleme: Wenig Zeit Dank Ganztags-Job( naja, Selbständigkeit deckt sich nicht zwingend mit effizientem Arbeiten), Hund und Familie, dafür Haufenweise Klamotten, Möbel und Co., die bei  ebay und anderen Verkaufsportalen eingestellt werden wollten – doch weil die alle mindestens einmal schon beim Einstellen abgestürzt waren, soviel Lust wie das bekannt-beliebte Schwein zum  Tanzen hat (wobei ich mich tatsächlich frage, ob Schweine nicht gern tanzen würden, wenn sie die  Möglichkeit dazu bekämen…).

Als Erstes bemühte ich mich darum, Leute zu finden, die eh schon bei ebay Sachen einstellten. Lieber wollte ich die ganze Mühe gegen prozentuale Gewinnbeteiligung abgeben, als alles selbst zu machen.
Doch die „lieben Leutchen“ waren noch unzuverlässiger als die hiesigen Spanier, also suchte ich nach weiteren Möglichkeiten.

Meine nächste Idee war es, diese Tätigkeit als eine Art „Wohnen gegen Hand“ abzugeben. Schließlich hatte ich ein Zimmer in meiner Wohnung frei.
Doch derjenige, der sich darauf meldete, hatte weder vom Einstellen noch Fotografieren auch nur ansatzweise Ahnung – so dass ich alles nacharbeiten musste – also wieder eine Null-Nummer.
Also hab ich in den sauren Apfel gebissen und die Verkaufstexte inkl. Einstellen doch selbst gemacht.

Flüchtlingshilfe – eine gute Tat für beide Seiten

Doch irgendwie wollte die Menge an Sachen gar nicht recht weniger werden, im Keller wie in meiner Wohnung türmten sich immer noch ewig viele Sachen.
Zum Glück gab es den Aufruf der Flüchtlingshilfe, ob man nicht Sachen abzugeben hatte.
Nach einer schnellen Durchsicht und einem entsprechenden Anruf, habe ich den fleißigen Helfern mit Spielzeug, Klamotten und Musikinstrumenten dann „mal eben“ ihren Sharan komplett voll gemacht – zur beiderseitigen Freude.

Irgendwann Anfang/Mitte Oktober war zumindest ansatzweise Land in Sicht – und ich hatte großartigste Hilfe von Thomas B., den ich in der Gruppe 2020 – die neue Erde kennen gelernt hatte.
Sein Vorteil: Er arbeitete für eine Abriss- und Entsorgungsfirma, so dass wir den Keller gemeinsam nach guten Sachen und Entsorgungswürdigen durch sortieren konnten und er die zum Entsorgen mitgenommen hat.
Das machte zu Zweit eh noch mehr Spaß als alleine, und so kasperten wir auch ziemlich dabei herum.

Marc’o Polo – ungeahnte Möglichkeiten

Er war auch derjenige, der mich auf den Autoverkauf eines Bekannten aufmerksam machte: Ein 22 Jahre alter, super erhaltener Polo für kleines Geld, bei dem lediglich die Kupplung neu gemacht werden musste.
Der passte nicht nur ins Budget, Thomas bot mir auch an, den Wagen mit einem gemeinsamen Bekannten zu reparieren. Klar habe ich sein Angebot gerne angenommen! (Mega-Danke an dieser Stelle nochmal an Thomas und Axel!)

Flowmobil SOUL 144
Flowmobil SOUL 144

Wohnen gegen Hand – Auswandern auf die andere Art

Auch durch Facebook war ich in der Gruppe „Wohnen gegen Hand“ und „Urlaub gegen Hand“ aktiv.
Ich dachte mir: Es gibt so viele kleine Hotelbetriebe in Spanien, Yoga-Fincas, Wellness-Oasen und weiß-der-Deubel-was alles, die sich vernünftiges Marketing oder Suchmaschinenoptimierung usw. nicht bzw. kaum leisten können.
Ich wiederum wollte nicht mehr im einsamen Kämmerlein sitzen; mich allein zu verpflegen machte schon lange keinen Spaß mehr und Ortsveränderung war eh überfällig.

Also bot ich dort mein etwas anderes Angebot für „Wohnen gegen Hand“ an, was auch auf regen Zuspruch stieß.
So hatte ich nach wenigen Tagen folgende Optionen:

  • Pferdefinca in Südandalusien
  • Yogafinca nahe Nerja/ Andalusien
  • Finca in Portugal
  • Yogahaus auf Mallorca
  • Pferdefarm in Südschweden
  • Ferienanlage am Balaton
  • Berg-Gehöft in der Schweiz

Rundreisepläne entstehen langsam

So baute sich in meinem Kopf nach diversen Gesprächen mit den Beteiligten so langsam folgende Route auf:

Winter in Südandalusien
Finca in Portugal zum Frühjahr
spätes Frühjahr/Mandelblüte auf Mallorca
Sommer in Südschweden und Schweiz
Herbst am Balaton
dann mal weiter sehen oder gucken, wo es mir am Besten gefallen hat…

Das erste Jahr wäre auf diese Weise auf jeden Fall schon einmal gut aufgeteilt im gesamten Europa verteilt, was gerade auch für die 183-Tage-Steuer-Regel interessant war. (Gut nachzulesen auf www.staatenlos.de)

Als Stichtag bzw. Monat hatte ich mir also den Oktober gesetzt – der konnte im Sauerland superschön aber auch ganz schön ätzend sein.
Doch der Polo wurde und wurde nicht fertig, mein Keller bzw. die Entsorgungs-/ Entrümpelungs-arbeiten irgendwie nicht weniger – doch die vielen Gespräche via. Skype, Facebook und Mail mit der Pferdefinca in Südandalusien machten es immer dringlicher, dass ich langsam aber sicher Nägel mit Köpfen machte.

So erlebte ich meine letzten eklig-grau-kalt-nassen Tage im Oktober, verfluchte meine klammen Hände und hatte Südandalusien vor der Nase wie der Esel die berühmte Karotte.

Ende Oktober hab ich dann entschieden: Wenn der Wagen einfach nicht rechtzeitig fertig ist, lass ich den Jungs eben Zeit bis Weihnachten.
Dann wollte ich eh mit dem Flieger heim kommen und nochmal Xmas mit der Familie feiern – warum also nicht gleich für die noch übrigen 6 -7 Wochen den Flieger nehmen? Soviel Zeit hatten die Mädels von der Pferdefinca und ich eh miteinander veranschlagt.

Gesagt, getan, die Mädels informiert, Flüge gecheckt und gebucht: Der 12.11. stand nun endgültig fest!

Doch ich will mich hier ja nicht in der eigentlichen Geschichte verlieren – die könnt Ihr schließlich hier auf dem Blog als „Geh Deinen Weg“-Story nachlesen.

Hier möchte ich Gedankengänge, Gefühle, Synchronizitäten und Ähnliches, was ich aus diesem Jahr mitgenommen habe, rüber bringen.

Also fangen wir doch mal Folgendermaßen an:

Meine Überzeugung, dass die Möglichkeit auf eine bessere Welt mit angenehmerem Miteinander an uns allen selbst (und wie wir untereinander miteinander umgehen) liegt, hat mich zu dem eBook „2020- die neue Erde“ und in die gleichnamige Gruppe geführt.

Die ist der eigentliche Auslöser dafür, dass Spanien überhaupt interessant für mich wurde. Schließlich gab und gibt es hier ganze Dörfer für kleines Geld zu verkaufen, in denen man alternative Lebensformen mit Permakultur, autarker Energie usw. ins Leben rufen könnte – was aber bedingen würde, gut Spanisch zu beherrschen. So könnte man anständig mit den Verantwortlichen verhandeln – und genau da sah ich mich mitmischen.

Dank dieser Gruppe lernte ich eben auch Thomas kennen, ohne den ich weder meine Spirit (damaliger „Arbeitstitel bzw. -Name“ Marc’o Polo) noch diese tollen Hilfemöglichkeiten gehabt hätte.

Die „Wohnen gegen Hand“-Gruppen zeigten mir die Möglichkeit, auf eine Weise meinen Auswander-Wunsch umsetzen zu können, ohne komplett auf alle Sicherheiten verzichten zu müssen (dazu später mehr, denn dieser Gedanke ist so ziemlich das Falscheste meines ganzen Trips).

Meiner Ansicht nach ist es deutlich leichter, in einer komplett anderen Kultur sich auf die Spuren seines – wie ich es nenne- „authentischsten Selbst“ zu machen, als in dem Kulturkreis, der einen bisher mit all den Regeln und Konditionierungen eingeschränkt hat. (Was sich zumindest bisher für mich als richtig erwiesen hat).

Sicherheit(en) gibt es keine -aber Synchronizitäten, Vertrauen ins Leben und Dich selbst – inkl. Erfahren, dass alles was ist in Resonanz zu Deinem eigenen Energielevel geht – und das basiert darauf, ob Du z.B. das Leben liebst oder fürchtest.
Wobei ich hierzu sagen möchte:

Fürchten kann ich nur Zukünftiges; lebe ich tatsächlich im Moment, gehört die Furcht nicht zu den verfügbaren Emotionen.
Ich habe gelernt: Trauer gehört zur Vergangenheit und zu Verlustgefühlen, Furcht zu Zukunftsängsten und Mangel an Vertrauen (ins Leben und sich-selbst).

Welche Überzeugungen haben sich bewahrheitet, was ist neu, hat sich im Laufe meiner Reise verändert oder wächst gerade?

Platt gesagt: No risk, no fun ist eines davon 😉
Dazu – wie ich schon häufiger in meinem Blog geschrieben habe, ist nicht nur der Flow, sondern auch Vertrauen ins Leben und mich selbst einer der wichtigsten Aspekte meiner bisherigen Reise.

Ganz wichtig ist seitdem, meiner Intuition zu folgen. Dazu schicke ich meinen Verstand aka Waldorf und Stadler (in anderen Blogartikeln von mir nachzulesen) zum Chillen in die Hängematte und höre entgegen meiner Vernunft auf mein Herz. 🙂

Sich selbst bedingungslos zu lieben, seinen „negativen“ oder dunklen Seiten nicht nur zu begegnen, sondern sie auch anzunehmen, gehört zu den wichtigsten Punkten.
So kann ich nicht nur anderen entsprechend offen, vertrauensvoll und mit liebendem Herzen begegnen, ich ziehe dadurch auch verstärkt genau die Situationen und Personen in mein Leben, die zu meinem (dadurch bedingten) Energielevel, Denken und Fühlen passen!

Achtung! Das funktioniert anders herum genauso!!!
Bin ich negativ eingestellt, ängstlich usw., hat auch das dieselbe magnetische Wirkung.

Resümee: Mein Leben, meine Regeln, meine Entscheidungen – mein Schicksal!

Unter’m Strich kann ich nach diesem ersten Jahr sagen: Jeder IST seines eigenen Glückes Schmied!
Diejenigen, die in unser Leben treten – sei es als Weg-begleitende Freunde oder große Liebe – passen zu diesen Zeiten exakt zu unserem inneren Denken und Fühlen.

Was mir seitdem sehr präsent ist: Ich wurde gefragt, wie es denn wäre, so vollkommen ohne Zuhause zu sein.
Doch für mich fühlt es sich ganz anders an: Ich war nie mehr zuhause als seitdem! Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass „nach Hause kommen“ eher ein „bei sich/in sich selbst ankommen“ bedeutet, als ein (von der Möbel- und Bauindustrie beworbenes) „Zuhause-Gefühl“, dass sich an Orten, Möbeln oder anderen Einrichtungsgegenständen festmachen lässt.

Mich von Möbeln und Orten zu lösen, war mit eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe!
Mehr auf meine Intuition zu hören, ebenfalls.
„Waldorf und Stadler“ in die Hängematte zu schicken genauso.
Mir selbst ehrlich zu begegnen und mich authentischer zu leben, hat u.a. zu tollen neuen Freunden aus unterschiedlichsten Ländern geführt, einem gänzlich anderen Kontakt zu meiner Familie und vor allem dazu, der Liebe meines Lebens zu begegnen <3.

Schluss-Satz:
Vergiss nie: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit ebenso, wie sie Gleichgesinnte(s) anzieht.

Hasta luego!

Erwachsen werden – muss das sein???

47 bin ich nun, und hab gerade eine Teenie-Komödie auf dem Schirm, in der der Satz fällt: „Ihr übernehmt nie Verantwortung, lasst laufen und meint, dass alles schon irgendwie wird“.

Das erinnert mich an meinen Sohn, der mit 4 auf der Treppe in meine Arme sprang, wohl vertrauend, dass ich ihn auffing.
Klar hab ich das…

Doch nun bin ich unterwegs, ohne Netz und doppelten Boden. Und ja, auch ich lasse immer noch laufen. Weil laufen lassen, Flow, etwas Natürliches ist.
Das entbindet mich aber nicht von einer gewissen Verantwortung, dennoch auf meine Ziele hin zu arbeiten.

Ich entscheide nur deutlich achtsamer, was ich wann tu.
Ich bemühe mich, mir weniger Sorgengedanken zu machen – die Energie folgt der Aufmerksamkeit – sondern konzentriere mich lieber auf den Genuss von all dem, was ich tu.

Ob ich liebe oder arbeite – ich streiche das MUSS. Ich tu, was ich will, ich bin in diesem Punkt zugegeben zutiefst egoistisch.
Ich liebe nämlich gerne, ausgiebig und umfassend – und seit einigen Monaten mehr als nur mein Leben und mich, sondern auch noch einen ganz besonderen Mann.

Aber für diesen Artikel ist das fast schon nebensächlich, doch der obige Satz aus dem Film hat mich echt inne halten lassen.
Bin ich weniger erwachsen, weil ich „laufen lasse“?
Für mich heißt das auch, Vertrauen in den Flow zu haben.
Wer sich jemals mit dem Fluss von Wasser oder auch von Energien beschäftigt hat, weiß, dass es eh nix bringt, sich dagegen zu stellen.
Und paradoxer Weise schwimme ich genau in diesem Flow gegen den Strom.
Mainstream schreibt Dir vor, wir Du zu ticken hast, zu funktionieren.
Nee, dafür bin ich nicht hier.
Aber dennoch bin ich mir meiner Verantwortung für mich, meinen Einfluss auf meine Freunde, aber auch mein Lebensglück bewusst.
Und ich weiß, wo der Kern ist, dazu anzusetzen – zumindest hat er sich für mich persönlich als ausgesprochen hilfreich und verstärkend erwiesen.

Erwachsen sein, was heißt das für mich?
Natürlich gibt es da draußen gefühlte Milliarden Gurus, die Euch genau sagen, was Ihr zu tun und zu lassen habt, um erwachsen zu sein. Um zu Euch zu finden.
Ich will hier nur vermitteln, was es für mich ist, und wenn es für Dich persönlich da eine innere Resonanz gibt, kann es das auch für Dich überdenkenswert sein.
Erwachsen sein heißt für mich, Verantwortung auf ganzer Linie zu übernehmen. Der Spruch: „Jeder ist seines Glückes Schmied“ ist mehr als treffend.
Passen mir die Umstände nicht, dann gucke ich, wie ich sie ändern kann. Lamentieren bringt da gar nix!
Aber ich vergesse auch nicht, dass meine Seele irgendwie immer ein Kind ist.
Sie mag schaukeln – was mir gerade hier unten in Andalusien etwas fehlt. 🙂
Dabei wäre hier die perfekte Location für eine Hängematte – abgesehen vom fehlenden Pfosten.
Doch genau da kommen wir wieder zu Punkt eins: Wo ein Wille, da ein Weg!
Jaja, wieder so ein schlauer Spruch, doch ganz ehrlich: Ne Menge der alten Philosophen haben das echt schon drauf gehabt!
So sitz ich hier um 03.41h an einem Freitagmorgen, besser in einer Freitagnacht, und schreibe diesen Post.
Weil ich total hedonistisch nach meinem „Tagwerk“, aber auch weil mein Schatz nicht da ist, mir ein Video angeschmissen habe und diese eine Aussage in einem eigentlich oberflächlichen Film (okay, warum guck ich den eigentlich???) dazu gebracht hat, einen Break zu machen.

​ Bin ich weniger erwachsen für mein Alter?
Wer will das beurteilen? Außer mir sicher niemand.
Ich finde es wichtig, das Kind in mir zu behalten. Doch was macht das für mich aus (und damit meine ich wirklich NUR meine eigene Einschätzung! Hinterfrag es für Dich selbst)
Was ich eher dem kindlichen Selbst zuschreibe, ist die Begeisterungsfähigkeit, die Lebensfreude, die Unbeschwertheit, dass mich die Einschätzung anderer wenig bis gar nicht interessiert. Das zutiefst hedonistische Sein.
Und den Erwachsenen?
Der Blick auf’s Konto; die Tätigkeiten, die ich mache, um eben Solches zu füllen, die Disziplin, die ich dafür an den Tag zu legen habe.

​ Mein Ziel: Mix it!
Ich sage nicht, dass ich schon angekommen bin, doch ich bin in der glücklichen Lage, die beiden Bereiche mehr und mehr zu mixen.
Indem ich Aufträge annehme, die mich begeistern, für die ich brenne und wo die „Arbeit“ keine Solche ist. Wo ich Zeit statt Deadline habe und der Kontakt zu den Auftraggebern inspirierend ist.
Wo Freude und Begeisterung meine Inspiration und Kreativität beflügeln.
Wie gesagt: Nicht immer, aber immer öfter.
Und dann entwickelt das Kind in mir, in Gedanken schaukelnd, die geilsten Artikel, die ich anschließend voll im Fluss in die Tasten hacke.
So wie diesen.

DAS ist für mich Erwachsen sein:

Die perfekte Kombination des inneren Kindes mit dem Erwachsenen in Dir, in mir.
Für mich, und das will ich nochmal betonen, ist genau diese passende, gut abgestimmte Mischung das Ziel.
Vielleicht sogar mehr als nur Erwachsen-sein, vielleicht ist das das, was man landsläufig als weise bezeichnet…

85 Fragen von myMONK – Erkenne Dich selbst!

Das hier habe ich neulich auf myMONK gefunden und es hat mich nicht mehr los gelassen. Darum habe ich mir die Fragen kopiert, um sie hier und heute für mich und für Euch zu beantworten. Weiterlesen

Poetry Place in #RiodelaMiel, Andalusien

Wie in Teil 4 von „Geh Deinen Weg“ versprochen, kommt hier einer meiner „geistigen Ergüsse“, die mir auf meinem Poetry Place in Rio de la Miel in den Sinn kamen:

Alles
im Nichts zu finden
hier
am Ende des Weges,
tief in den
Bergen Andalusiens.

Wo die Stille lauter ist,
als jeder Großstadtlärm
und die Vielzahl
am nächtlichen Sternenhimmel
Dir Dein eigenes unendliches Potential
immer wieder vor Augen führt.

Wo der Reichtum an

Früchten Dir täglich zeigt,
dass Du immer mit allem versorgt bist,

was Du brauchst,
und wo Herzlichkeit und
Gastfreundschaft Dir
ein willkommenes Feld
der Entfaltung bietet.

Rio de la Miel, ein Ort,
der das Potential hat,
Deine Seele zu spiegeln.
Ob er das tut und was Du erkennst,
entscheidest Du!

P.S.: Es gibt noch ein Zweites, aber ich glaube, das habe ich noch gar nicht veröffentlicht…

P.P.S: Im Anschluss geht es weiter mit „Geh Deinen Weg (Teil 5).

 

 

HSP und Realiltätsempfinden oder: Wie wahr ist wahr?

Nicht nur Hochsensible, Empathen und HSPs kennen es, dass ihr Realitätsempfinden sie sprichwörtlich aus der Bahn werfen kann. Weiterlesen