Geh Deinen Weg (Teil 14) – von Zusammenbruch und Neuanfang

Schon lange ist eine Fortsetzung von „Geh Deinen Weg (Teil 14)“ überfällig, und genau darum habe ich so lange mit diesem Teil gehadert.

Was schreibe ich über meine Zeit in der Playa Cabria an Toms Seite? Über den Untergang der Liebe – falls es das überhaupt war; über Versprechungen von „Auffangen und gemeinsam etwas starten“ über tatsächlichem Aufgefangen-werden von Freunden – die sich anschließend ebenfalls als Teufel entpuppten? Was ich darüber schonungslos preis gebe, und wie sich mein Leben und ich selbst mich dadurch verändert habe, liest Du hier.

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch, was seit „Geh Deinen Weg Teil 12 und 13 so alles passiert ist?
Könnt Ihr ansonsten hier nachlesen.

Erwischt hat mich die Liebe völlig unvorbereitet – zumindest hatte ich als Letztes Platz für einen Partner in meinem Leben oder in meinen Zielen. Und doch habe ich – zumindest etwa ein halbes Jahr lang – genau das dann erlebt und genossen. Bis alles kippte und ich die auftretenden Diskrepanzen und die Art, wie mit mir umgegangen wurde für mich „psychotherapeutisch“ nutzte. Ich war mir bewusst, dass Vieles in Beziehungen ein Spiegel meines inneren Erlebens (und auch früherer Traumatas) sind, und so habe ich mir die Triggereien sehr genau angeguckt und bewusst behandelt.
Dazu kam, dass ich wieder mal an einem Punkt in meinem Leben war, wo ich anscheinend keine Perspektive hatte:
Ich hatte keine Aufträge, keine Unterkunft, kaum Geld – und war dennoch nicht bereit, weiterhin mich selbst und meine Werte mit Füßen treten zu lassen.

Der Möglichkeitsraum – Hilfe von „oben“

Ich mag jetzt mal vom esoterischen Blickwinkel „das Universum hilft“ weg gehen zum quantenphysikalischen „Möglichkeitsraum“. Wie Ihr vielleicht wisst, sind alle potentiellen Möglichkeiten eine Welle – die erst durch die Aufmerksamkeit (bzw. den Fokus und dessen Energie) in die Realität gelangen.
Diesem Wissen um den Ursprung der Realität habe ich mich verstärkt wieder zugewandt. Ich habe mich auf die Dinge/Umstände konzentriert, die ich genieße, liebe, die mich dankbar fühlen lassen. Und ich habe diese Gefühle verstärkt.
Und dann habe ich erkannt, wie weit von meinem „Weg zu mir“ ich abgekommen bin. Wie sehr ich mich selbst getäuscht habe, wo bzw. wann ich meine tiefsten Werte aufgegeben habe.
Nein, das war nicht mehr im Mindesten mein Leben – war es das jemals???

Es gab nur wenige Momente, wo ich mit sogenannter Quantenheilung einen wichtigen Teil von mir einbringen konnte – doch Derartiges war etwas, womit ein Businessmensch einfach nicht umgehen kann oder will. (Wie ich später erfahren habe, wollte er mich „zurecht biegen“ – WTF???)

Mein Weg zurück zu mir

Kaum Geld, keine Perspektive, nur ein Wissen: Das hier sind nicht mein Denken, Fühlen, meine Werte!
Doch Hilfe kam in Form von Reg, bei dem ich zuvor vergangenes Jahr schon gewohnt hatte. Damals hab ich eine Website für sein Spa erstellt – diesmal hatte ich neue Ideen, wie er seine Casa am Sinnvollsten vermieten könnte: Vorzugsweise an Coaches jedweder Art, die einen tollen Ort für eine Schulungswoche suchen!

Ganz davon abgesehen waren Reg und ich seit dem vorigen Jahr permanent in Kontakt – und ich hatte das Gefühl, die Themen von damals waren  noch nicht ganz gelöst. Er bot mir sein Studio an, um dort unter zu kommen.
Also packte ich – nach einem Augen-öffnenden 6 Wochen-Trip mit dem Campervan – mein ganze Habe und brachte diese mit Hilfe von zwei Freundinnen zu Reg.
Dort hatte ich ein kleines Studio für mich allein. Eigentlich eine ausgebaute Garage, aber hey: Was braucht es mehr, solange Du den Weg zurück zu Dir gehst?
Ich hatte einen Super-Blick auf’s Meer, einen Gesprächspartner für intensive, lange und erfüllende Gespräche, Internet und Strom, um mein Business wieder ans Laufen zu bekommen – und jede Menge Freunde in der Stadt. Vorzugsweise die Musiker, mit denen ich mich auf eine ganz besondere Weise verbunden fühle! ❤

Hello Germany, good bye Spain?

Nach ca. 3 Wochen war mir klar: Ohne Auto bin ich mit meinem ganzen Besitz in Spanien zu unflexibel. Ich überlegte, zurück nach Deutschland zu gehen, um von dort aus mein Leben wieder aufzubauen. Und auch hier half Reg mir, indem er einen Flug buchte.

So kam ich Ende Mai nach Deutschland, mit festen Plänen für meine Rückkehr: Ich wollte mir wieder ein Fahrzeug ausbauen und mein Marketing auf solide Füße mit festen Einnahmen stellen. Doch nichts lief so richtig an, ich fühlte mich wie in einer Warteschleife und hier in Deutschland wie jemand, der die Affen im Zoo beobachtete: Das war irgendwie nicht mehr meine Welt! Sollte es wirklich nötig sein, nur mit Sozial-Unterstützung hier wieder ein Bein auf die Erde zu bekommen? Alles in mir widersetzte sich diesem Gedanken! Bevor es soweit kommt, ziehe ich alle erdenklichen Register! Und ratet mal, was ich in der Zeit komplett ignoriert hatte – eben weil ich mich selbst unter Druck und überhaupt nicht im Flow fühlte? Bingo! Das energetische Arbeiten mit dem Möglichkeitsraum!

Wenige Wochen später schickte mir Reg wiederum zwei Tickets: Eines nach England und ein weiteres von England nach Spanien.
Er hatte sowohl in England ein Projekt zu verfolgen, zu dem ich ihm ein tolles Konzept vorgeschlagen hatte, als auch dass er meine Konzeptideen in Salobrena von mir umsetzen lassen wollte!

Klar wollte ich das machen – ich fühlte mich eh in Spanien freier, authentischer, wohler – und war erstmal gaaanz weit weg von der Notwendigkeit des deutschen, menschenverachtenden „Sozialsystems“.

Hello England, how are you?

Endlich kam ich mal nach England! Interessant, dass Flora und Fauna der Unsrigen so ähnlich sind! Die ländlichen Cottages und die alten Herrenhäuser fand ich echt toll!
Doch nach 4 Tagen Non-Stop Sightseeing hieß es „good-bye“: Der Flieger nach Malaga wartete.

D.h. er wartete nicht, und unser Zug hatte Verspätung. So war nach etlichen Stunden Autofahrt unter Zeitdruck auch das ein weiterer Punkt, der nicht nur mir innerlich Druck bescherte. Als #HSP hätte ich schon längst Zeit für mich zum Durchatmen und Sacken-lassen gebraucht – was aber bei diesem Zeitplan nicht ging.

Wir erreichten den Flieger zum Glück noch rechtzeitig – nur um mit 1h Verspätung zu starten, weil eine Luke als nicht-schließend angezeigt wurde.
Auch das verstärkte wieder den Druck, denn wir hatten einen Mietwagen in Malaga gebucht. Ob die wohl so lange auf uns warten würden? Oder würden wir ohne Auto mitten in der Nacht dort stehen?

Die zwei Gesichter der Menschen

Bei all diesen Momenten spürte ich, dass dieser innere Druck nicht nur meiner war: Reg stand gehörig unter Dampf und natürlich erlebte ich das ebenso intensiv innerlich mit!

Ich weiß nicht, ob Ihr das auch kennt: Dass Menschen in entspanntem Zustand nicht nur anders ticken, mehr Herzmenschen und auch für „ungewöhnliche Erlebnisse/Themen“ offen und viel verständnisvoller sind, während sie unter Druck (oder bei dem Gefühl der Unzulänglichkeit) in ihren „Egomind-Mode“ zurück fallen, wo sie alles und jeden kontrollieren und manipulieren wollen? Wo sie den Eindruck haben, nur SO Herr der Lage werden zu können?
Ich habe das bei Reg ganz krass erlebt – krasser als ich es jemals zuvor in meinem Leben zu spüren bekommen habe!

Und doch konnte ich ruhig bleiben, ich verstand es ja! Nur: Ich kam nicht mehr an ihn heran!

Er begann mir vorzuschreiben, wie ich gefälligst zu fühlen hätte, geschweige denn zu reagieren.
Ich zog mich so gut wie möglich von ihm zurück, damit er erst mal wieder „runter kommen“ kann – doch er steigerte sich immer mehr da hinein. Und er war überzeugt: Er hätte mich komplett in der Hand.
Äußerlich betrachtet mag das sogar so gewesen sein: Ich wusste nicht wohin, hatte gerade mal rd. 70 EUR verdient und viele meiner Freunde waren über die Sommerzeit in UK oder Deutschland und konnten somit nicht helfen.

Du hast keine Chance – nutze sie trotzdem!

Oh ja, ich habe die dunkelsten Seiten mancher Menschen gesehen! Aggressiv, manipulativ, narzisstisch, acht-, Verständnis- und respektlos.

Reg setzte mir sowohl zeitlich als auch in seiner Aggression die Pistole auf die Brust:

Gehorche oder pack!

Ja, ich schreibe das hier genau so ehrlich. Weil es ein maßgeblicher Teil der Story ist. Je stärker ich werde und wurde, umso mehr wurde versucht, mich klein zu halten, mich klein fühlen zu lassen; wurden alle Register gezogen, mich zu beherrschen.
Für mich persönlich steckt dahinter Zweierlei: Eigene Schwäche des Gegenübers (das Gefühl, nur  mit Manipulation und klein halten seine eigene scheinbare (Fake-)Stärke zu erhalten) ebenso wie die Unfähigkeit, Vertrauen ins Flow, in den Fluss des Lebens und der Dinge zu haben: Was sich entwickeln soll, wird es tun (sofern wir gelassen in unserer Mitte bleiben) und was nicht geschehen soll, wird auch unter Zwang erst recht niemals passieren!

Downsizing extreme

Ich wusste genau, was ich riskierte. Ich gab ihm Kontra, ich würde DIESEN Preis niemals bezahlen! Also packte ich. Und telefonierte. Whatsappte. Wer war überhaupt da, um mir irgendwie zu helfen? Wann ging ein Flieger nach Deutschland? Wie könnte ich überhaupt zum Flughafen kommen? Wohin mit all meiner Habe?

Also war als Erstes weiteres Aussortieren dran. Einiges davon hätte ich gern behalten, doch zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht einmal, ob ich diese Nacht ein Dach über dem Kopf haben würde! Ich wusste aber was ich hatte: Meine Stärke, meine Werte – und mein Vertrauen in den Lauf der Dinge! Da war er wieder, der Möglichkeitenraum… 🙂

Entscheidung für mich!

Manchmal habe ich den Eindruck, je stärker Du durch das wirst, wodurch Du gegangen bist, umso krasser wemmst Dir das Universum Neues um die Ohren. 🙂

„Da hat noch jemand Kapazitäten frei!!!“ 😛

So saß ich denn abends um halb acht mit all meinen Tüten, Säcken und Taschen vor der Casa, immer noch nicht wissend wohin.

Und so tat ich, was ich eh liebend gern tu: Ich sang! Nicht irgendwas, sondern einen bestimmten Song: Let it be. Und ich spürte, wie der Druck sich legte. Ich wusste: Alles das ist „wegig“. Und ich war bereit für alles, was dieses Leben mir bot. Ich wäre auch bereit gewesen, mit all meinen Sachen in der Parkbucht unter einem Baum zu übernachten.

Doch soweit kam es nicht – einer meiner Lieblingsmusiker wurde mein Retter! 🙂

Ich textete immer noch mit verschiedenen Personen hin und her, doch echte Hilfe kam nur von Einem: Ousmane. Ich liebte seine Musik und wir waren schon lange immer auf „Herzebene“, wenn wir aufeinander trafen! Und er hatte schon mal erlebt, wie maßregelnd (aber unangebracht) Reg mit mir umgegangen war, was er zutiefst ablehnte. Er wollte mir helfen, doch er hatte noch ein Gig bis spät in die Nacht; bot mir aber das kleine Zimmer in seinem Appartment an.

Und so kam er irgendwann nachts um eins und pickte mich mit all meiner Habe auf.

Go with the flow!

Wieder einmal bestätigte sich mein Vertrauen ins Leben, mein „stay positive“. Ich habe mich nicht auf all die Schrecklichkeiten fokussiert, die passieren könnten, sondern auf eine positive Lösung. Und dann wird auch der Möglichkeitenraum entsprechend tätig… 🙂

Ousmanes Appartment ist klein aber fein, mit viel Privatsphäre und megagenialem Blick auf’s Mittelmeer.

Go with the flow!
Go with the flow!

Hier kam ich direkt innerlich an – doch meine Sachen konnten nicht auf Dauer hier bleiben! Immerhin besteht die Perspektive, dieses Appartment Ende September zu übernehmen. Ich hatte also wieder ein klares Ziel. Die Suche nach einer Lagermöglichkeit ging also weiter.

Und auf diesem Weg trennte sich auch in vielen Bereichen die Spreu vom Weizen: Ich wusste, wer alles Kapazitäten hatte – und dennoch hagelte es Absagen. Ich könnte damit hadern, mich von Vielen enttäuscht fühlen – doch ich sehe diese aktuelle Zeit als eine an, in der auch viele Masken fallen. Ich bin dankbar für diese Klarheit.

Und auch hier kam wieder Hilfe aus völlig unerwarteter Richtung: Karin vom Yoga-Retreat „Rio de la Miel“, mit der ich sporadisch in Abständen via Messenger mich unterhielt, bot mir ihre Hilfe an. Worte können meine Dankbarkeit nicht ausdrücken; möge der unendliche Möglichkeitsraum sie beide mit Fülle überschütten! ❤

Nach drei Tagen „Asyl“ bei Ousmane ging mein Flieger nach Deutschland – und er brachte mich nach seinem Mitternachts-Gig dorthin!

Hello Germany

Auch hier kann ich wieder Freunde von Bekannten trennen. Schlichtweg durch die Art und Weise, wie auf mich und meine „Notlage“ reagiert wurde (aber dazu mehr im nächsten Beitrag).

Ich war morgens um halb neun mit dem Flieger in Dortmund, von dort mit dem Bus zum Zug – und Mittags dann in Arnsberg.
Die geplante Abholung fiel ins Wasser – derjenige reagierte einfach nicht! So pickte mich mein Exmann und bester Freund Uwe auf (bei dem ich auch die ersten Wochen meiner Deutschland-Zeit verbracht hatte).

Es wurde Zeit, dass ich endlich mal richtig runter kommen konnte!!! Seit mittlerweile 42 Stunden war ich auf den Beinen – und die letzten Wochen hatten es wirklich massiv in sich!

Doch wie es weiter geht und wie sich sogenannte Freunde als Fake entpuppten, das ist eine andere Geschichte…

 

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3 Gedanken zu “Geh Deinen Weg (Teil 14) – von Zusammenbruch und Neuanfang

  1. Pingback: Angst? Nee, ich doch nicht :-) – flowngrow

  2. Hallo, ich befinde mich in etwa in der gleichen Position wie die Textverfasserin. 😢
    Ich bin Ende Oktober wieder in Deutschland.
    Ich wûrde dann sehr gerne mit ihr persönlich Kontakt aufnehmen. Muss aber gleich dazu sagen, dass ich dann von ALG 2 leben werde. Also kein Geld für Bücher, Seminare etc. 😕
    Lieben Gruß

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    • Liebe Petra, nicht verzagen! ❤ Falls Du auf Facebook bist, kannst Du mich gerne hinzu fügen – und ich kann Dir ggf. mit dem, was mich bis jetzt "hoch gehalten" hat, etwas Ermutigung schenken. Verlier Dein Vertrauen in Dich und ins Leben bitte nicht!
      Mein Facebook Account: Sabine Claudia Dreßler.
      Ganz, von Herzen liebe Grüße an Dich! ❤

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