Erwachsen werden – muss das sein???

47 bin ich nun, und hab gerade eine Teenie-Komödie auf dem Schirm, in der der Satz fällt: „Ihr übernehmt nie Verantwortung, lasst laufen und meint, dass alles schon irgendwie wird“.

Das erinnert mich an meinen Sohn, der mit 4 auf der Treppe in meine Arme sprang, wohl vertrauend, dass ich ihn auffing.
Klar hab ich das…

Doch nun bin ich unterwegs, ohne Netz und doppelten Boden. Und ja, auch ich lasse immer noch laufen. Weil laufen lassen, Flow, etwas Natürliches ist.
Das entbindet mich aber nicht von einer gewissen Verantwortung, dennoch auf meine Ziele hin zu arbeiten.

Ich entscheide nur deutlich achtsamer, was ich wann tu.
Ich bemühe mich, mir weniger Sorgengedanken zu machen – die Energie folgt der Aufmerksamkeit – sondern konzentriere mich lieber auf den Genuss von all dem, was ich tu.

Ob ich liebe oder arbeite – ich streiche das MUSS. Ich tu, was ich will, ich bin in diesem Punkt zugegeben zutiefst egoistisch.
Ich liebe nämlich gerne, ausgiebig und umfassend – und seit einigen Monaten mehr als nur mein Leben und mich, sondern auch noch einen ganz besonderen Mann.

Aber für diesen Artikel ist das fast schon nebensächlich, doch der obige Satz aus dem Film hat mich echt inne halten lassen.
Bin ich weniger erwachsen, weil ich „laufen lasse“?
Für mich heißt das auch, Vertrauen in den Flow zu haben.
Wer sich jemals mit dem Fluss von Wasser oder auch von Energien beschäftigt hat, weiß, dass es eh nix bringt, sich dagegen zu stellen.
Und paradoxer Weise schwimme ich genau in diesem Flow gegen den Strom.
Mainstream schreibt Dir vor, wir Du zu ticken hast, zu funktionieren.
Nee, dafür bin ich nicht hier.
Aber dennoch bin ich mir meiner Verantwortung für mich, meinen Einfluss auf meine Freunde, aber auch mein Lebensglück bewusst.
Und ich weiß, wo der Kern ist, dazu anzusetzen – zumindest hat er sich für mich persönlich als ausgesprochen hilfreich und verstärkend erwiesen.

Erwachsen sein, was heißt das für mich?
Natürlich gibt es da draußen gefühlte Milliarden Gurus, die Euch genau sagen, was Ihr zu tun und zu lassen habt, um erwachsen zu sein. Um zu Euch zu finden.
Ich will hier nur vermitteln, was es für mich ist, und wenn es für Dich persönlich da eine innere Resonanz gibt, kann es das auch für Dich überdenkenswert sein.
Erwachsen sein heißt für mich, Verantwortung auf ganzer Linie zu übernehmen. Der Spruch: „Jeder ist seines Glückes Schmied“ ist mehr als treffend.
Passen mir die Umstände nicht, dann gucke ich, wie ich sie ändern kann. Lamentieren bringt da gar nix!
Aber ich vergesse auch nicht, dass meine Seele irgendwie immer ein Kind ist.
Sie mag schaukeln – was mir gerade hier unten in Andalusien etwas fehlt. 🙂
Dabei wäre hier die perfekte Location für eine Hängematte – abgesehen vom fehlenden Pfosten.
Doch genau da kommen wir wieder zu Punkt eins: Wo ein Wille, da ein Weg!
Jaja, wieder so ein schlauer Spruch, doch ganz ehrlich: Ne Menge der alten Philosophen haben das echt schon drauf gehabt!
So sitz ich hier um 03.41h an einem Freitagmorgen, besser in einer Freitagnacht, und schreibe diesen Post.
Weil ich total hedonistisch nach meinem „Tagwerk“, aber auch weil mein Schatz nicht da ist, mir ein Video angeschmissen habe und diese eine Aussage in einem eigentlich oberflächlichen Film (okay, warum guck ich den eigentlich???) dazu gebracht hat, einen Break zu machen.

​ Bin ich weniger erwachsen für mein Alter?
Wer will das beurteilen? Außer mir sicher niemand.
Ich finde es wichtig, das Kind in mir zu behalten. Doch was macht das für mich aus (und damit meine ich wirklich NUR meine eigene Einschätzung! Hinterfrag es für Dich selbst)
Was ich eher dem kindlichen Selbst zuschreibe, ist die Begeisterungsfähigkeit, die Lebensfreude, die Unbeschwertheit, dass mich die Einschätzung anderer wenig bis gar nicht interessiert. Das zutiefst hedonistische Sein.
Und den Erwachsenen?
Der Blick auf’s Konto; die Tätigkeiten, die ich mache, um eben Solches zu füllen, die Disziplin, die ich dafür an den Tag zu legen habe.

​ Mein Ziel: Mix it!
Ich sage nicht, dass ich schon angekommen bin, doch ich bin in der glücklichen Lage, die beiden Bereiche mehr und mehr zu mixen.
Indem ich Aufträge annehme, die mich begeistern, für die ich brenne und wo die „Arbeit“ keine Solche ist. Wo ich Zeit statt Deadline habe und der Kontakt zu den Auftraggebern inspirierend ist.
Wo Freude und Begeisterung meine Inspiration und Kreativität beflügeln.
Wie gesagt: Nicht immer, aber immer öfter.
Und dann entwickelt das Kind in mir, in Gedanken schaukelnd, die geilsten Artikel, die ich anschließend voll im Fluss in die Tasten hacke.
So wie diesen.

DAS ist für mich Erwachsen sein:

Die perfekte Kombination des inneren Kindes mit dem Erwachsenen in Dir, in mir.
Für mich, und das will ich nochmal betonen, ist genau diese passende, gut abgestimmte Mischung das Ziel.
Vielleicht sogar mehr als nur Erwachsen-sein, vielleicht ist das das, was man landsläufig als weise bezeichnet…

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Ein Gedanke zu “Erwachsen werden – muss das sein???

  1. Pingback: „Einen Scheiß muss ich“ – über Lebensqualität und Mindset – flowngrow

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