Geh Deinen Weg (Teil 11) – Music heals your soul

Geh Deinen Weg ist zurück aus der Sommerpause – viel ist passiert, was mich echt vom Schreiben abgehalten hat. Doch heute soll’s um die Zeit nach dem 12.02.2016 gehen, angefüllt mit Musik, Youtube-battles, No-excuses-Challenge und noch einigen anderen Ups and Downs.

Please stay – Casa Duran

Reggies Eröffnung von Albrisas natura Spa and Appartment hatten wir also glorreich hintereinander gebracht und auch wenn das Wetter nicht hundertprozentig mitspielte, waren doch alle zufrieden, wenn nicht sogar begeistert.

Reggie bot mir daraufhin nicht nur an, eine Weile bei ihm zu bleiben, sondern ich konnte auch seine Website von Albrisas natura ins Leben rufen.
Ehrlich mal: Software is a bitch! Zumindest der Websitebuilder von 123.co.uk!
Was hab ich geflucht beim Erstellen, zigmal die Hotline am Ohr – so, wie ich die Umsetzung geplant hatte, ging das alles mit diesem blöden Baukasten-System nicht. Doch das hatte Reg bereits vorinstalliert und ich hab erst zu spät gesehen, dass ich das Ganze auch viel chilliger über WordPress hätte aufsetzen können.

Doch unsere Tage hatten noch eine Menge anderer Inhalte: Der Austausch mit Reg war einfach großartig, auch wenn ich im Anfang noch eine Menge spezieller Begriffe dazu gelernt habe.
Vor allem teilten wir aber auch unsere Liebe zur Musik. Ob Reggae, Country, Blues, Rock – wir fanden überall Parallelen, was wir abends oft genug in einem „Youtube-Battle“ austrugen.

Was Du Dir darunter vorstellen kannst? Einer beginnt mit einem seiner Lieblingssongs, dann ist der andere dran. Oft genug sind aber dann die Vorschläge, die YT selbst dazu macht, so gut, dass wir es haben laufen lassen. Egal, auf jeden Fall lief in der Casa Duran nahezu rund um die Uhr Youtube… 🙂

Seele trifft Seele

Einen besonderen Platz hatten aber definitiv auch unsere tiefen Gespräche. Nicht nur über Lebensansichten, Gesetz der Anziehungskraft oder Synchronizitäten, sondern auch über unsere eigenen Lebensgeschichten.
Wir hatten es beide als Kinder nicht leicht, und einige dieser Verletzungen haben bis heute Auswirkungen auf unser Leben.
Schon eigenartig, dass ausgerechnet so ein verschlossener Engländer mit mir über solche Dinge hat sprechen können. Ich fühle mich hochgradig dankbar für soviel Vertrauen und auch Offenheit.
Gerade auch im Bereich Reiki, aber auch viele andere haben wir stundenlang geredet.
Quantenphilosophie war hier ebenso Thema wie Diskussionen darüber, wie Energien beeinflusst, erzeugt, verändert werden können.

So stand ich jeden Morgen mit einem dicken YES! auf, genoß den Blick aus dem Fenster, die Sonne, den – mittlerweile – guten Kaffee und erste Gespräche mit Reg.

Geh Deinen Weg Teil 11
Casa Duran Patio

Keine Frage: Mein Englisch ist seitdem richtig gut geworden – mein Spanisch dümpelte immer noch dahin. *lach*

Ups and Downs gehören dazu

Doch es gab nicht nur schöne Tage in der Casa Duran, wir sind natürlich auch mal aneinander gerappelt. Naja, natürlich ist vielleicht das falsche Wort, denn ich selbst bin erstens eh alles andere als eifersüchtig, dafür aber ein echt offener Mensch, der herzlich auf andere zu geht.
Das ist ihm als Engländer völlig fremd gewesen, und so war ich tatsächlich mit sowas ähnlichem wie Eifersucht konfrontiert, wenn ich beim Rausgehen schnell sehr herzliche Bekanntschaften mit sowohl Männlein als auch Weiblein schloss.

Okay, Engländer sind per se eher von der zurückhaltenden Gattung, wahrscheinlich fand er auf der einen Seite meine Offenheit ja auch entsprechend gut. Und genau Dank dieser Eigenschaft sind auch etliche Leute in unseren Bekanntenkreis dazu gekommen, wo er möglicherweise Monate für gebraucht hätte.
Und doch „tickte“ er manchmal etwas schräg. Anspruch auf mich hatte er sowieso keinen, und wenn ich eines hasse, dann wenn mir jemand was vorschreiben oder mich bevormunden will.
Und schon waren sie da, diese kleinen, fiesen Ego-Triggereien, die größtenteils auf unerfreulichen Zuständen und Ereignissen aus der Kindheit basieren.

Nein, nicht an allem ist die Kindheit schuld und entschuldigen will ich damit auch nix. Doch hier greifen Mechanismen, die der normale Verstand gar nicht bearbeiten kann. Da setzen sich „Automatismen“ fest, die recht schwer zu unterbrechen sind – aber es geht!

Ich hab mich nicht triggern lassen, bin ruhig geblieben – und auf diese Weise auch persönlich einen gewaltigen Schritt weiter gekommen!

Ab und zu war ich auch ganz alleine in der großen Casa. Reg flog immer wieder mal nach UK und vertraute mir so weit, dass er mich die Casa hüten ließ.
Shanti und er waren dicke Freunde, so dass sie immer suchend durch die Casa lief, wenn er mal wieder für eine Woche weg war.
Umso größer war die Freude, wenn er  zurück kam! 🙂

Mut siegt

So schön es in der Casa Duran war, so machten mir die Ups and Downs aber auch klar, dass ich früher oder später weiter ziehen werde. Internet mobil hatte ich, aber mit der Stromversorgung unterwegs war ich unterversorgt.
Mein kleines Solarpanel konnte mein Handy laden, aber mit meinem Laptop konnte ich nicht mehr arbeiten. Eine Lösung sollte her, und so checkte ich Off-grid-Systeme für Camping und Wohnmobile.

Doch dann dachte ich mir, bevor ich die selbst kaufe, frag ich doch einfach mal an, ob die mich nicht vielleicht sponsoren wollen.

Gesagt, getan; so habe ich ca. 5 Firmen aus aller Welt angeschrieben. Ich hab ihnen geschildert, auf welche Weise ich hier unterwegs bin, dass ich u.a. auch Marketing mache und eben auch viele Kontakte zu anderen Aussteigern habe, was für sie eine gute Werbung sein kann.
Klar gab es auch ein paar „Kein Interesse“-Antworten, doch die Firma „Lensunsolar“ fragte bloß, was genau ich denn bräuchte.
Long story short, Ende Mai kamen Solarpanel, Wechselrichter, Inverter, Kabel und Co. für meine Spirit hier in Andalusien an. 🙂

Das Ganze im Wert von rd. 430 GBP, also britischen Pfund…

No Excuses Challenge

Genau in dieser Zeit habe ich an einer Challenge (via Facebook habe ich davon erfahren) teilgenommen, die „No excuses“ heißt.
An 21 Tagen gab es Aufgaben, d.h. eigentlich nur jeden 2. Tag, so dass Du quasi 2 Tage Zeit hattest, diese Aufgabe zum Heraustreten aus der Komfortzone zu bewältigen.
Weil das für jeden Menschen gefühlt unterschiedlich herausfordernd ist, gab es auch einen Joker für einmal Aussetzen.

Von Aufgaben wie „Tanz zu Deinem Lieblingssong und poste es in der (geschlossenen) Gruppe als Video“ über „Iss/Mach was, was neu für Dich ist“ ging es über „Hilf einer fremden Person“ ebenso wie „Nimm Hilfe eines Fremden an“ weiter.
Ja, es gab natürlich noch etliche andere, die u.a. auch mit kaltem Wasser zu tun hatten.
Da hab ich meinen Joker gezogen, denn zu dem Zeitpunkt war es nicht nur saumäßig ungemütlich draußen (irgendwas um die 16-17 Grad), sondern unser Wasserreservoir war auch noch völlig leer, ohne dass der Grund dafür bereits bekannt war.

Egal, die Challenge hat riesig Spaß gemacht – nur beenden konnte ich sie nicht, denn genau bei der vorletzten Challenge hatten Reg und ich wieder einen Mega-Disput in Almunecar – woraufhin er mich mitten in der Nacht auf dem Marktplatz stehen ließ.
Mittlerweile hatte ich aber etliche gute Freunde in der Stadt, mit denen wir kurz zuvor noch zusammen aus waren, so dass ich dort für die Nacht untergekommen bin.
Meine Gedanken waren klar: Es wird Zeit, weiter zu ziehen.

Casa Duran
Casa Duran

Intuition, wo bist Du?

Doch meine Intuition sprach zu diesem Zeitpunkt nicht sehr deutlich mit mir. Der Flow in meinem Leben war gefühltermaßen nie größer, doch meine innere Stimme schwieg.
Also packte ich meine 7 Sachen und fuhr Richtung Maro in ein Naturschutzgebiet. Ich brauchte etwas Zeit nur mit mir und Shanti in der Natur.
So bin ich immer wieder am Besten zu mir zurück gekommen – und was soll ich sagen? Ich bekam meine Antworten ziemlich schnell und direkt!
Ich saß dort oben über dem Meer und fragte mich (und auch das Universum), was denn genau gerade in meinem Leben fehlt.

Kaum war der Gedanke zuende gedacht, tauchten im Meer Delfingruppen auf. Sie spielten und sprangen, wirbelten durch die Luft, jagten sich gegenseitig.
Ja, Leichtigkeit und Unbeschwertheit – und mein gewohntes Vertrauen ins Leben, das ich jetzt eine Weile etwas weniger benötigt hatte.

So machte ich mir meine „Liste“, was genau ich  mir denn so an Entwicklung wünschte.

  • eine Wohnmöglichkeit, wo ich splitterbarfuß in der Sonne arbeiten kann
  • einen Kumpel für Shanti
  • näher an Almunecar heran
  • meine Freundschaften in Almunecar noch mehr ausbauen und genießen
  • mehr Geselligkeit (bis auf die WEs war ich mit Reg fast ausschließlich allein, wenn nicht gerade Jackie oder Val zu Besuch waren)
  • neue, interessante Auftraggeber für mich
  • mehr / häufigere Strandbesuche
  • längere Touren mit Shanti

Da das nächste Wochenende wieder mit tollen Musikevents (Blues und Open Mic Night) lockte, verließ ich nach knapp fünf Tagen mein Naturplätzchen und bin wieder zurück nach Almunecar gefahren.

Gute Freunde – unbezahlbar!

Wie schön, wenn man von allen Seiten her Einladungen erhält, doch erst mal hier oder dort hin zu kommen! Sogar der Couchsurfer, dem ich hier eine erste Anlauf-Station besorgen konnte, hatte mittlerweile ein festes Zuhause und bot mir ein Dach über dem Kopf.
Dabei fühlte ich mich doch gar nicht unwohl in /mit meiner Spirit.
Freiheit pur, Baden in ’ner Quelle, Arbeiten am Strand – allerdings das nur mit meinem Medion-Tablet, das eine schlimmere Arbeitseinstellung hat als ein Afrikaner! Die kommen auch nur zum Arbeiten vorbei, wenn’s gerade nötig ist. Ansonsten gilt: Komm ich heut nicht, komm ich morgen.
Sorry, falls ich das jetzt zu sehr verallgemeinere, wer sich den Schuh anziehen will, ist herzlich eingeladen, alle andere können alternativ aber auch einen Keks essen. 😉

Mein Tablet reagierte dann doch lieber nur auf jeden dritten oder fünften Klick, und manche Arbeiten konnte ich damit überhaupt nicht ausführen. Doch nur Handy und Tablet bekam ich über mein bisheriges Solarmodul geladen (die große Offgrid-Solar-Anlage war ja noch nicht da).

Na gut, und um ganz ehrlich zu sein: Ich hab zumindest schonmal nach einem Camping-Klo gesucht, denn das ist schon ein Punkt, der mir bei dieser Art zu Leben nicht ganz geheuer ist.
Überall gibt’s hier Schlangen, erst recht wenn ich abseits in Naturschutzgebieten stehe. Da bin ich quasi in ihrem Terrain und damit fühle ich mich dann doch nicht wirklich wohl…

Nun denn, diese Gedanken waren vorerst nicht nötig, denn Andrea und Miguel traf ich eh wieder. Andrea ist vor 35 Jahren nach Spanien gekommen, war auch schon als Kind viel hier, und Miguel ist Spanier, der kein Englisch aber dafür etwas Französisch spricht.

Ich liebte die Zeit, die ich mit ihnen verbracht habe, denn so konnte ich endlich mal mein Spanisch intensivieren: Wenn mir ein Wort komplett fehlte, habe ich Andrea gefragt, und wenn ich eine falsche Form oder Zeit verwendet habe, hat Miguel mich korrigiert.

So waren die Gespräche immer eine interessante Mischung und für mich ausgesprochen lehrreich. Dazu waren wir auch in Punkto Energetik/ Reiki/ HSP uns sehr ähnlich, so dass sich auch hier immer wieder spannende Gespräche ergeben haben.

Eines war zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall klar: Die Zeit in Salobrena gehörte der Geschichte an.

Ein mir wichtiger Nachsatz: Ich möchte allerdings, dass niemand jetzt schlecht von Reg denkt. In den vielen Monaten hat er 2-3 Kurzschluß-Reaktionen los gelassen, die es zugegebenermaßen in sich hatten.
Doch was ich in dieser Zeit alles erfahren konnte, wie ich mich entfalten konnte und wie er mich unterstützt hat, wiegt das Ganze in meinem Empfinden mehr als nur auf. Nach wie vor treffe ich ihn natürlich auch auf den Musikevents dieser Stadt, es war ihm auch immer wichtig, dass es Shanti und mir gut geht. Er hat per Messenger immer wieder erfragt, ob wir auch sicher irgendwo sind. Ich wünsche ihm, dass auch er seine Dämonen irgendwann einmal los lassen kann…

Und wieder war ich an dem Punkt: Es ist alles gut und wegig, so wie es gekommen ist – warum lest Ihr in „Geh Deinen Weg Teil 12“.
Denn dann geht’s weiter mit Liebe, Motorradtouren, Hundebegegnungen und Sommer in Deutschland. Stay tuned… 🙂

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