Geh Deinen Weg (Teil 6) – über wiehernde Amtsesel, Marco Polo und Freundschaften

Da bin ich nun zurück, zum „Feiertags-Break“ im kalten, grauen Deutschland. Hier in „Geh Deinen Weg (Teil 6) kommt dann doch das „alte Leben“ wieder zurück – und doch ist alles Vorbereitung für meinen finalen Auf/Ausbruch – denke ich zumindest…

Weihnachten, Silvester, Freundschaft

Im letzten Teil konntet Ihr nachlesen, wie Hexenschuss, Tarifa und Flughunde meine vorerst letzten Tage in Andalusien beeinflusst haben, doch nun war ich zurück in Deutschland.

Und damit meine To-Do-Liste:

  • Klärung meines Status‘ mit dem Finanzamt (bäh!)
  • Klärung Mietverhältnis (für Julian, meinen Sohn)
  • damit zusammenhängend: Wie aufwändig wird die Renovierung werden? Wer hilft?
  • weiterer „Rausverkauf“ meines Keller-Inhalts
  • Vorbereitung neuer Kampagnen für meine Klienten
  • Freunde treffen!
  • Klärung Anmeldung/Versicherung vom Polo (aka Marco Polo)
  • Aussortieren, was mich tatsächlich an Habseligkeiten begleiten wird (tricky!)
Me and Shanti
Me and Shanti

Hassliebe Deutschland

Bitte versteht mich nicht falsch, ich liebe meinen Heimatort und die gesamte Region! Das Sauerland ist echt wunderschön, viel Natur, Flüsse, Seen, Berge und Wälder, viele Felder, wo sich herrlich lange Touren machen lassen. Dazu niggelig kleine Ortschaften, verträumte Ecken, wo man geht und steht.
Aber: So viele Flüsse, Seen und Berge dort sind, so sehr ist das Wetter davon beeinflusst.

Wenn ich gnädig bin, schätze ich das Verhältnis sonnig-trockenes Wetter zu grau-regnerischem in einem Verhältnis von 25-75 ein, eher sogar 20-80.
Es passiert eher, dass es wochenlang grau und nieselig ist, als dass mehrere Schönwetter-Tage hintereinander folgen.
Nun bin ich ein enorm wetterfühliger Mensch; das grau in grau schlägt mir wirklich auf’s Gemüt!

Das beeinflusst auch maßgeblich meine Inspiration und Kreativität – was für einen Marketing-Menschen echt blöd ist… 😦

Doch andererseits sind hier natürlich auch überall meine Freunde! Und diese wieder zu treffen, darauf habe ich mich irrsinnig gefreut!

Thomas war ja der Erste, und dem folgten am nächsten Tag Axel und Vera samt denen, die in der Nähe waren. Tolle Menschen, tolle Gespräche – und mein Polo war dort auch in guten Händen: Thomas und Axel kümmerten sich liebevoll darum, dass Marco Polo mich zuverlässig in Richtung Andalusien würde tragen können. (Ihr habt erstklassige Arbeit geleistet, dafür ein Mega-Dankeschön!)

Doch noch war er nicht fertig – und die Frage der Zulassung und Versicherung stand auch noch im Raum, denn ich hatte ja nun keinen Wohnsitz mehr in Deutschland und konnte den Wagen also auch nicht auf  mich zulassen oder versichern. Jepp, sowas ist eine echte Vertrauens-Sache – und ich habe die besten Freunde des Universums, die mich in diesen Dingen unterstützen!!! ❤

Ein ganz besonderes Weihnachtsfest

Doch dann ging es erst einmal gegen Abend zu meiner Familie: Mein Sohn und mein Ex-Mann (hört sich total doof an, zumal wir allerbeste Freunde sind!) erwarteten mich „daheim“ in Arnsberg.

Julian nahm mich auf eine Weise in den Arm, die alles sagte: Wie sehr ich ihm gefehlt hatte, wie viel Sorgen er sich gemacht hatte, und es war, als wolle er mich nie wieder los lassen!

Das hat mich echt umgehauen, das war einfach wunderschön und mit Worten nicht zu beschreiben!

So hatten wir denn einen Abend voller Erzählungen, denn auch für Julian hatte sich Einiges getan: Er ist Katzenpapa geworden von einem süßen, wenige Wochen alten Kater. Ein knuffiges kleines Kerlchen (mit dem auch Shanti viel Spaß hatte). Was so ein kleiner Kerl an Sachen anstellt, ist schon einige witzige Erzählungen wert, und so verging die Zeit wie im Flug.

Auch die nächsten Tage hörten den Knall nicht – ratzfatz war Weihnachten!

Und Uwe, mein Exmann, macht die weltbesten Rouladen ever!!! 🙂
Einbringen „durfte“ ich mich nicht, so wurschtelte ich weiter an meiner Steuererklärung, EÜR und anderen bürokratischen Aspekten meiner Selbständigkeit, die Nerven genug fraßen!

Doch gab es ein Vorwärts? Öhem, nicht wirklich… :-/

Doch dazu später mehr, zurück zum Weihnachtsfest, das eines der Entspanntesten und harmonischsten war, das wir jemals hatten!

Ich spürte, wie sehr Julian „gewachsen“ war, daran, dass er nun eine eigene Wohnung hatte. Da saß ein entspannter junger Erwachsener vor mir, mit dem man sich ganz hervorragend unterhalten konnte. Kein launischer, oberflächlicher Teenager (aber so war er eigentlich auch zuvor nur in der allerersten Teenager-Zeit).

Mein Herz ging mit jeder Minute mehr auf.. ❤

Ortswechsel und Hallo 2016!

Zum Ende des Jahres hin jedoch fuhren Julian und Uwe zu Freunden und Verwandten, so dass für mich und Shanti ein erneuter Ortswechsel an stand.

Auch in diesem Punkt kann ich nur sagen, dass ich noch keine Ahnung habe, wie ich dafür angemessen Danke sagen kann! ❤
Martin S., einer meiner engsten und besten Freunde in Arnsberg, gewährte mir Unterschlupf.

Naja, hört sich so doch ganz schön komisch an.

Die Story dahinter ist die: Etliche Monate zuvor, wenn nicht sogar ein Jahr zuvor, habe ich ihn gefragt: „Wenn ich mal komplett in einem Expeditional (ein als Wohnmöglichkeit ausgebauter Truck) wohne, und es mir im Winter zu kalt wird, kann ich dann bei Dir unter schlüpfen?“

Und ohne ein Zögern sagte er ja…

So kam es, dass ich die letzten Tage des Jahres in Gesellschaft dieses wundervollen Menschen verbringen durfte! 🙂

Ich glaube, ich habe mich selten in meinem Leben so dermaßen willkommen gefühlt wie bei Martin! So einen Menschen wünsche ich jedem von Euch. Wir hatten super-interessante Gespräche, witzige Abende in unserer Lieblings-Kneipe – und ich erfuhr, dass von dort aus Menschen meinen Weg verfolgten, von denen ich das wirklich nicht gewusst habe!

Das Hallo war riesig groß und die Abende entsprechend lang… 🙂

Doch was Silvester betrifft, hätte ich mich am Liebsten clonen wollen:

Hier in Arnsberg mit Martin und Freunden ins neue Jahr feiern, oder in Klosterbauerschaft (ja, der Ort heißt wirklich so und liegt bei Bielefeld!) mit meinen anderen Freunden, die auch alle sehr empathisch und spirituell waren.

Die Entscheidung fiel mir wirklich nicht leicht, doch ich habe mich für meine spirituellen Freunde entschieden (was nicht bedeutet, dass Martin das nicht auch wäre.)

Dinner for one und Hunde-trösten

Der Silvester-Abend selbst war total chillig-gesellig, startete mit dem legendären „Dinner for One“ (Mr. Winterbottom lässt grüßen!) und spaßigem Raclette – so dass wir alle kaum bemerkten, wie schnell die Zeit verrann und es auf einmal Mitternacht war!

Doch statt in Ruhe miteinander anzustoßen, war unser aller Trost gefragt: Wir hatten drei Hunde hier: Sam, ein alter Schäferhund-Mischling, der tierisch Schiss vor Böllereien hatte, Aphrodite, eine vernachlässigte Pflegehündin (ebenfalls Schäferhund), die völlig vor Panik austickte – und nachdem Sam winselnd nach oben ins Haus wollte, wurde auch Shanti panisch, die bis dahin einfach nur neugierig und die Ruhe in Person war: Wenn ihr großer, starker Freund Sam so viel Angst hatte, dann musste da was wirklich Schlimmes sein!

Also waren drei Personen erst einmal etwa eine Stunde lang vollauf beschäftigt, die Hunde zu beruhigen, zu streicheln und ihnen ein Gefühl der Sicherheit zu geben.
Falls noch Fragen offen sind, wie ich zu solchen Böllereien stehe: Ich mag gar nicht an die Milliarden EUR denken, die für so einen Mist ausgegeben werden, und erst recht nicht an all die Tiere in der Natur, aber auch in den Tierheimen, die in dieser Nacht ohne Besänftigung panisch auf dieses Geböllere reagieren! Dazu der ganze Müll, der entsteht und oft genug auch in der Natur zu finden ist, aber nicht verrottet – nein, ich bin wirklich kein Freund von Feuerwerk, habe auch noch nie in meinem Leben welches gekauft und werde es auch nicht tun!

Neues Jahr – und nun?

Das neue Jahr haben wir ausgedehnt bis in die Morgenstunden eingeläutet – entsprechend spät begann der Neujahrstag. Und damit auch mein „Mich-ausrichten“ auf’s neue Jahr.

Dazu traf ich dort auf weitere, sehr spirituelle Menschen, die mir die Köblerschen Heilzeichen zeigten sowie weitere, mit denen man Reinigungen vornehmen kann, speziellen Projekten oder Gegenständen Erfolgsenergie oder andere zufügen kann. Sehr interessante Thematik, mit der ich mich dann auch noch weiter beschäftigt habe (absolut empfehlenswert!)

Natürlich hatte ich schon in den vergangenen Tagen meine Retrospektive für mich persönlich erstellt (hier nachzulesen!), so dass es jetzt wichtig war, mein Denken und Fühlen ganz auf 2016 auszurichten, das jungfräulich vor mir lag.

Mein eigentlicher Plan (jaja, ich und Pläne… 😛 ) war, um den 05.01.2016 herum in Richtung Andalusien aufzubrechen, in Rio de la Miel meine restlichen Sachen aufzupicken, zu checken, was meine SEO-Audit bisher so gebracht hat.

Doch wie Ihr wisst, lief mein bisheriger Weg in Andalusien ja doch ziemlich anders als geplant – also hatte ich mich entschlossen, Marco Polo zu verändern:
Ich bin ja nun ein relativ kleiner Mensch mit meinen 1,63 m; also wollte ich die Rückbank raus reißen und stattdessen eine Plattform einbringen, unter der ich meinen Besitz verstauen konnte und die es mir ermöglichte, im Ernstfall eben auch im Auto schlafen zu können.
Wie gut dieser Entschluss war, werdet Ihr schon bald erfahren… 😉

Doch wo anfangen, wie Maßen nehmen – und welches Holz sollte sinnvoller Weise zum Einsatz kommen?
Fragen über Fragen, doch inwiefern ich die passende Unterstützung bekam, wie es mit Julian und meiner Wohnung weiter ging und was den wiehernden Amtsschimmel betrifft, das erfahrt Ihr erst im nächsten Teil… 🙂

 

P.S.: Das Titelbild ist übrigens der Mond und Scheinwerfer entgegenkommender Autos bei Langzeitbelichtung auf meinem Weg an Silvester… 🙂
Ich finde, es hält unglaublich viel Energie…

 

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2 Gedanken zu “Geh Deinen Weg (Teil 6) – über wiehernde Amtsesel, Marco Polo und Freundschaften

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