HSP und Realiltätsempfinden oder: Wie wahr ist wahr?

Nicht nur Hochsensible, Empathen und HSPs kennen es, dass ihr Realitätsempfinden sie sprichwörtlich aus der Bahn werfen kann. Weiterlesen

HSP on tour – do’s and dont’s

Wenn Hochsensible, Empathen, HSP (high sensitive persons) unterwegs sind, haben sie meist alle das gleiche Problem: In Hotels oder auch privaten Ferienwohnungen haben sie kaum den Raum, sich so zurück ziehen zu können, wie sie es eigentlich nötig hätten.

Heimhocker HSP

Doch auch zuhause sitzenbleiben muss ein HSP nicht! Sicher, dort haben wir unseren geschützen Rahmen, wissen, wie wir uns wo unsere Freiräume schaffen können, wo unser Lieblingsplatz zum Erden oder Meditieren ist. Der routinierte Tagesablauf beruhigt unseren eh schon überaktiven Geist, also ist es kein Wunder, dass für viele Hochsensible eine Reise, ein mehrtägiger Besuch bei Freunden oder auch wie bei mir ein kompletter Ortswechsel eine enorme Anstrengung bedeutet.

Offen sein für neue Impulse

Ich selbst bin nach Andalusien gegangen und habe in Deutschland meinen Wohnsitz aufgegeben, weil es einfach Teil meines Seelenwegs ist. Das mag sich für den einen „zu hoch“ oder abgehoben anhören, doch ich bin fest davon überzeugt, dass die Sehnsüchte, die tief in uns drin sitzen, zu unserem Weg zu uns zurück führen. Und für mich war ganz klar der nächste Schritt auf meiner „Reise zu mir selbst“, nach Andalusien zu gehen.

Mein Business als freier Coach und Marketeer konnte ich hervorragend mitnehmen, so dass ich für den ersten Teil bis Weihnachten 2015 mit Hund per Flieger das Land meiner Sehnsucht erreicht hatte.
Als HSP bin ich nicht nur sehr hellfühlig, sondern es ist mir auch wichtig, auf meine Intuition, mein Herz zu hören. Mir ist aber auch klar, dass alles, was mir passiert, einfach nur „wegig“ ist.

Wegig bedeutet für mich, dass es Erfahrungen und Situationen geben MUSS, die wichtig für meine Weiterentwicklung oder noch besser Entfaltung sind.

So habe ich in Andalusien eine völlig ungeplante Änderung erfahren, die mich eigentlich völlig aus der Bahn hätte werfen müssen – dennoch war in mir zutiefst Frieden und Ruhe. Unerklärlich, aber wunderschön! Das Meer und der Strand haben das ihre getan, um mir gut zu tun. Gerade in der Zeit zwischen Oktober und März ist es für mich als Empath, der sich gern in der Natur bewegt, unglaublich erfüllend gewesen, mit dem Laptop auf dem Schoss am Strand zu sitzen, auf’s Meer hinaus zu blicken und in der Sonne zu arbeiten.

Mehr Vertrauen ins Leben

Diese erste Woche in Andalusien hat Menschen in mein Leben gebracht, die ich nur als irdische Engel bezeichnen kann. Ich wurde von Menschen aufgenommen, die mich nicht kannten, wir führten irrsinnig bereichernde Gespräche und ich möchte es beinahe so ausdrücken, als ob es ein Seelenerkennen war. Ich habe schon lange die Fähigkeit, andere Empathen und HSP zu erfühlen, wenn sie mir begegnen – sogar über das Internet wie Facebook und Co.
Das ist unterschiedlich stark ausgeprägt, vermutlich auch abhängig davon, wie sehr sich mein Gegenüber in seiner Emotionalfrequenz öffnet aber auch wie ausgeprägt er seine Empathie lebt.

Hier in Andalusien führte das Schicksal auch solche Wege zusammen.

Und das war eine der ganz wichtigen Erkenntnisse meiner ersten Andalusienwoche: Wenn Du Dich auf Deine „Reise zu Dir selbst“ begibst, wird alles wegig sein.
Ich konnte so viele Synchronizitäten erleben, und auch in meiner zweiten Location vor Ort, in Rio de la Miel, hatte ich immer so viel Natur um mich herum, dass ich mich in der herrlichen Berglandschaft mit Blick auf’s Meer ebenfalls immer wieder erden und auch zurück ziehen konnte. Dazu habe ich das dort angebotene Yoga, das von Karin und Andreas Gies mit viel herzlichkeit vermittelt wird, unglaublich genossen.

Alles etwas langsamer

Ganz wichtig auf Reisen für HSP ist, dass alles etwas langsamer angegangen werden sollte. Ich würde Dir keine Rundreise durch Andalusien empfehlen, denn auf jeden Tag mit Neuem benötigst Du wieder einen, der Dir ermöglicht, Dich zu sortieren. Zu viele neue Impressionen können sehr verstörend wirken, so dass Du Dir immer die Möglichkeit suchen solltest, einen Spaziergang am Strand, Fluss oder Wald nur für Dich alleine zu machen. Oder Dir immer wieder ein ruhiges Fleckchen Erde suchst, wo Du ganz für Dich in Ruhe verweilen kannst.

Lass die Finger von Busreisen oder -touren

Je hellfühliger Du bist, umso mehr solltest Du von jeder Bustour oder -Reise die Finger lassen. Zu Beginn mögen die Frequenzen der Mitreisenden noch euphorisch sein (bestenfalls), doch jeder hat so seine Päckchen zu tragen und Sorgen, Ängste und alle anderen Empfindungen kommen immer wieder hoch – und Du erlebst und spürst sie mit. Ohne die Möglichkeit, Dich davon großartig zu entfernen.
Das kann enorm anstrengend sein, und meistens hast Du auf solchen Touren auch nicht die Möglichkeit, Dich auf einen ruhigen Fleck in der Natur zurück zu ziehen.

Das Einzige, was Dir helfen könnte, sind die Fingerübungen:

HSP

 

 

 

 

 

Halte jeweils den Finger, der die Problematik lindern kann, für 5 Minuten leicht gedrückt.

HSP und neue Sinneseindrücke

Neue Impressionen sind eigentlich der Grund, warum viele in den Urlaub fahren oder reisen. Doch für HSP ist das deutlich herausfordernder als für andere.
Erstell Dir vorweg Deine Tu-Dir-Gut-Liste mit allen  möglichen Dingen, Musik, Tees, die Dir gut tun. Mach Dir vorher schon bewusst, was Du ganz besonders an dem Ort schätzen wirst, den Du besuchen willst.

Neue Sinneseindrücke sind auch gerade für uns Empathen wichtig, um uns zu entfalten. Es ist jedoch das allerbeste, wenn Du Dich regelmäßig durch Meditation, Yoga oder andere Techniken zentrierst.

Und zu guter Letzt: Sei nett zu Dir! Es ist kein Makel, alles sensibler zu erleben, zu spüren. Es ist anstrengend, doch es ist auch ein gewaltiges Geschenk! Dir fehlen möglicherweise gerade nur die passenden Techniken, dieses Geschenk so zu kanalisieren, dass es sich angenehm anfühlt bzw. Dein Leben nicht permanent negativ beeinflusst.

Ich kenne das sehr gut und bin nahezu täglich auf Facebook mit ebenfalls Betroffenen im Gespräch, um ihnen bei genau diesem Spagat zwischen innerem Erleben und äußerer Welt weiter zu helfen.

Dazu plane ich dieses Jahr auch ein sogenanntes Bootcamp für HSP, in welchem in der schönen Natur Andalusiens die besten Techniken zum „Überstehen des Alltags-Wahnsinns“ vermittelt und trainiert werden. Wo wir uns austauschen können, zur Ruhe kommen und uns tief mit der Natur verbinden können.

Dieses Camp wird schätzungsweise zum Herbst hin realisiert, wenn Andalusien am Schönsten ist.

Der Preis soll inkl. Verpflegung und Unterkunft bei 750 EUR liegen, inkl. 6 Übernachtungen, Einzelgesprächen, Infostunden und allem, was einem guten Seminar zugrunde liegt.

Du bist auch daran interessiert und möchtest über den weiteren Werdegang informiert werden?
Dann schick mir eine kurze Mail mit dem Stichwort „HSP Bootcamp“ an flowngrow@gmx.de oder hinterlass mir eine Nachricht in den Kommentaren.