Achtsamkeit im Alltag vs. Realität – Von weichem Eso-Kram und echtem Leben

Wer mir schon etwas länger folgt, hat sicher den einen oder anderen Artikel aus meiner Serie über Achtsamkeit im Alltag gelesen.
Und es war seltsam: In sämtlichen Medien habe nicht nur ich das komplette Frühjahr lang immer wieder etwas über Achtsamkeit zu lesen gefunden.
Doch was echte, authentische Achtsamkeit im Alltag ist, das ist mir erst jetzt im Nov./Dez hier bei Andreas und Karin Gies in #RiodelaMiel begegnet.

BUSINESS MEETS ACHTSAMKEIT

Mit meiner Marketing/SEO gegen Kost und Logis-Offerte durch Andalusien tourend traf ich am 19.11. auf RdlM ein.
Wohl wissend, dass es sich hier um ein vegan-meditatives Yoga-Retreat handelt, das ganz bewusst auf unnötige Ablenkungen wie TV & Radio verzichtet – ebenso wie auf den Konsum von Tabak, Alkohol und anderen Drogen.

VORSCHRIFT ODER POTENTIAL – DAS ENTSCHEIDEST DU!

Dieser Ort ist dazu gedacht, Dir die Chance zu bieten, ungeschönt und unverfälscht Dir selbst zu begegnen.
Die Einen sehen in den Vorgaben (Alkkohol frei, Nikotin frei, Fleisch frei, Drogen frei) einengende Gängelung und Vorschriften, – ich selbst nahm es als willkommene Möglichkeit wahr, inmitten dieser einzigartigen Natur, dieser wundervollen Berglandschaft mit Blick auf’s Meer und dem faszinierenden Sternenhimmel Andalusiens mir selbst ein gehöriges Stück weit entgegen kommen zu können.

BUSINESSMENSCH VS. ICH

Ich bin weitaus mehr als nur ein Mensch, der sich mit Marketing und Suchmaschinenoptimierung auskennt.
Ich bin vor allem auch ein Mensch auf der Suche nach sich selbst. – zu viel Konditionierung hat mein Leben bisher in einem „Du sollst, Du musst, Du hast XY zu tun“ gehalten.
Vieles habe ich vorher in Deutschland schon erlebt, mich entwickelt, mich selbst erfahren – dachte ich!
Doch RdlM sollte das alles nochmal gewaltig toppen!

VERZICHT AUF ALKOHOL – SO WAR’S

Ich bin ein sauerländer „Mädchen“, ich habe immer gesagt: „Wer im Bermudadreieck Krombacher, Warsteiner, Veltins zur Welt kommt, wird kein Weintrinker“.
Und seit ich Teenager bin, kann ich mich an kaum einen Tag ohne Alkoholkonsum erinnern.
Es gab Zeiten, da habe ich an der Zunahme meines Bierkonsums alleine abgelesen, ob/dass ich unzufriedener oder frustrierter als zuvor war, auch wenn ich das nie bewusst erhöht habe.


Es gab sogar Phasen in meiner Ausbildung zur Versicherungsfachfrau, da habe ich Whisky und Cola mit ins Hotel genommen, weil die Minibar mir dort zu teuer war und ich mir Einschlafen ohne die entsprechende alkoholbedingte Bettschwere nicht vorstellen konnte.
War ich süchtig?
Ich selbst würde einerseits sagen „nein“, denn ich hatte für die Zeiten meines Konsums feste Regeln (nicht vor 20 Uhr) und schlabberte an einem Bier auch gut und gerne mal 2,5 Stunden herum.
Andererseits konnte ich mir Leben komplett ohne auch nicht vorstellen!

BEWUSSTES NICHT-KONSUMIEREN

Mit meinem Auftrag bei RdlM war für mich klar, dass ich  mich auch ganz bewusst für das Nicht-konsumieren entschieden habe – und ich bin auch jetzt, nach fast 3 Wochen, wirklich selbst erstaunt,  wie selbstverständlich ich das umsetzen kann!

Und dabei fiel mir aber auch auf, wie bei all den „Achtsamkeit im Alltag“ Ansätzen so viel eher Abstraktes (wenn auch nicht weniger Wichtiges oder Wertvolles) dabei war, doch all das, was Tag für Tag unser Leben begleitet oder beeinflussen sollte, so wenig darin angesprochen ist.

VEGAN LEBEN

Ein wichtiger Aspekt der Achtsamkeit im Alltag kann das vegan leben sein.

So, wie Nutztiere heute größtenteils gehalten und behandelt werden, aber auch die Weise, wie sie geschlachtet werden, all das speichert sich in den Zellen ihres Fleisches ab. Ganz profan die Medikamente, die Minderwertigkeit ihrer Lebensqualität aber auch ihre Panik im Schlacht-Transport und während des Schlachtens.

Hier wird wie beim Mensch in Stress-Situationen Andrenalin ausgeschüttet, die ganze Haltung stresst die Tiere, verursacht wie beim Menschen Gefäß- und Herzkrankheiten und vieles mehr.

Das alles essen wir mit; diese im Fleisch, in den Zellen enthaltene Energie vermengt sich mit unserer Eigenen!

Bist Du schon gestresst, potenziert sich das zusätzlich.

Bist Du depressiv, verstärkt es sich ebenso.

Kein Wunder, dass Stress, Burnout und Depressionen so rasant zunehmen, oder?

Bewussterer Konsum, wenn Fleisch/ tierische Anteile überhaupt verzehrt werden (müssen), ist ein wichtiger Teil eines wirklich ausgewogenen und gesunden Lebensstils.

Es muss schließlich nicht jeden Tag Käse, Wurst und Fleisch auf den Tisch, und auch das, was Du da auswählst, gibt es aus unterschiedlichen Quellen.

Schau genau hin, es wird zu Deiner Energie und bestimmt, wie Du Dich fühlst.

AUTO VS KÖRPER

Wenn Du ein Auto hast, das Dich verlässlich von A nach B bringt, oder das Du sogar liebst, dann wirst Du sicher dafür sorgen, dass es gut gepflegt und intakt ist, richtig?

Achtsamkeit im Alltag heißt aber auch zu begreifen, dass Dein Körper Dein Vehikel ist, diese Welt zu erleben. DU bist dafür verantwortlich, wie du den „Sprit“, den Dein Körper benötigt, um zu funktionieren, auswählst.

Oder würdest Du auf die Idee kommen, Dein Auto ohne Oel, oder mit dem falschen Oel zu benutzen?
Du weißt, dass der Motor Oel braucht, und zwar eine ganz besondere Mischung (10 W 40 oder 5 W 30, usw.), aber auch mit unterschiedlichen Additiven, die den schon älteren Motor anders pflegen als den, der besonders auf Langstrecken herausgefordert wird.

Ebenso ist es mit dem menschlichen Körper.

Bist Du erkältet, brauchst Du mehr und andere Vitamine, als wenn Du sehr gestresst bist; es ist wichtig, auf die Spurenelemente ebenso zu achten wie auf die unterschiedlichen Vitamine und Mineralstoffe.

Und auch Lebensmittel, Gemüse und Obst, verlieren ihren Energiegehalt.

Durch die Art und Weise, wie Du sie zubereitest z.B.

Durchs Kochen verlieren viele Sorten viel Energie und auch Vitamine „verkochen“.

Und Vieles steckt auch direkt hinter der Schale, warum einfaches Putzen und oftmals roher Genuss/ Smoothies usw. die bessere Alternative der Ernährung sind.

Lässt Du Obst und Gemüse aber erst so lange liegen, bis sie schon halb verschrumpelt sind, ist es wie mit einer Blume: Je länger diese von der Quelle abgelöst sind (geerntet, gepflückt), umso mehr Inhaltsstoffe verlieren sie und sind mitten im Sterbe-Prozess.

JE FRISCHER UMSO BESSER

Das ist eine ganz einfache Regel: Je kürzer die Wege von der Ernte bis auf Deinen Tisch, umso inhaltsreicher sind Obst und Gemüse – und die Umwelt schonst Du auch noch.

Und wenn Du vegan leben willst, stehst Du eh schon vor Riesen-Herausforderungen, Du würdest Dich wundern, wo überall „Tier“ drin ist [KLICK]

KLEIDUNG UND DEINE VERANTWORTUNG

MUSS es denn wirklich Angorawolle sein? Mir geht das Schreien der Kaninchen, die unbetäubt gerupft werden, nicht aus dem Sinn. Wo kann da Freude über einen Pulli oder weiche Socken aufkommen???

Achtsamkeit im Alltag heißt auch, genau hin zu schauen und sich zu informieren, wo bzw. wie etwas produziert wird.

Hier liegt DEINE Mitverantwortung, wie die Welt von morgen sein wird!!!

Die Industrien richten sich nach der Nachfrage; je mehr also eine gewisse Richtung NICHT unterstützen, umso eher wird dieser (Industrie-)Zweig aussterben.

Authentizität im Alltag heißt Verantwortung leben!

Klarer kann ich es nicht formulieren. Es geht nicht nur darum, dass Du selbst Stress in den Griff bekommst (oder Dich ihm verweigerst), auf Massenkonsum-Artikel verzichtest und Dein Leben bewusst und aktiv mitgestaltest, dass es sich mit Berechtigung „Leben“ nennen kann.
Es gibt Dich einfach nicht ohne Deinen Einfluss zu betrachten auf alles, was Du tust, lässt isst, kaufst.

Dein Stromverbrauch, Wasserverbrauch, wo Du Dich engagierst, – oder ob Dir dies alles egal ist!

FLUGPATEN FÜR SPANIEN & ANDERNORTS

Nur ein Beispiel von Vielen:
Ich habe zugehört. Nämlich dass Andreas auf seinen letzten Deutschlandflug (und nicht nur den) eine #Flugpatenschaft für einen hiesigen Tierschutzverein übernommen hat.

Und davon gibt es ganz viele, in vielen Regionen der Welt! Tierschutz in anderen Ländern bzw. Tieraufnahmen arbeiten meist unter viel widrigeren Umständen als in DACH.

Hunde in dt. Tierheimen leben dem gegenüber echt im Luxus, wenn Du Dich mal schlau liest (www.zergportal.de).

Und es gibt viele Patenstellen in DACH, die Hunde aus ausländischen Tierauffangstationen auf ihr zukünftiges Leben bei ihren neuen Herrchen und Frauchen vorbereiten – doch wie kommen die Fellnasen da hin?

Dafür sind #Flugpatenschaften da.

Wenn Du sowieso aus dem Ausland(Urlaub, Businesstrip) zurück nach DACH fliegst, kannst Du bei vielen Gesellschaften eine Patenschaft für 1-3 Hunde übernehmen.

Die checken mit Dir gemeinsam ein, Du hast die Papiere und am Zielflughafen übergibst Du die Hude und Papiere an einen Kontaktmenschen der Organisation.

Du hast quasi nix zu tun, außer die Tiere am Zielflughafen vom Gepäckband für Sondergepäck abzuholen und samt Papiere an diesen Kontakt oder sogar direkt an die wartenden Pflegepersonen oder neuen Herrchen zu übergeben.

So wenig Aufwand – aber für die Hunde, den Verein und die Pflegestellen bedeutet es die Welt!

Und auch für die Tiere, die „nachrücken“ können in den Auffangstationen, und somit einem Weg in die Tötung entkommen.

Jede Flugpatenschaft heißt Leben retten!

Als Erlebnis für Dich – unbezahlbar, da geht einem SO sehr das Herz auf…

Auf diese Weise realisierst Du sehr konkret Deinen Einfluss auf die Welt – und ich wünsche mir so sehr, dass das Schule macht!

STICHWORT GESELLSCHAFT

Hier in #RdlM wird Swami Shivananda Yoga nicht nur gelehrt, sondern auch die inne wohnende Philosophie [KLICK]gelebt.

Auch dazu entstehen hier in #RiodelaMiel ganz konkrete Ansichten.
Wie häufig beschweren wir uns darüber, wie „die Gesellschaft“ tickt. „Ellebogen-Gesellschaft“ ist ein weit verbreiteter Begriff.

Doch: Gesellschaft, das sind wir ALLE! Und Gesellschaft im Sinne von Authentizität im Alltag bedeutet nicht, sich dahin zu stellen und darauf zu pochen, dass Du „für etwas bezahlt“ hast oder „die anderen“ für alles zuständig sind.

Gesellschaft bedeutet sich einzubringen.
Und wenn Deiner Meinung nach die Gesellschaft nicht so ist, wie Du sie Dir vorstellst, dann ist es an DIR, daran etwas zu ändern. Fängt einer mit gutem Beispiel an, fällt es anderen leichter zu folgen oder sich daran ein Beispiel zu nehmen.

So einfach ist das.

Kurz: Gesellschaft lässt sich nicht KAUFEN oder einfach nur konsumieren! Gesellschaft existiert nur durch das Einbringen von jedem von uns. Und je weniger wir uns einbringen und je mehr wir erwarten, umso weniger ist Gesellschaft das, was wir eigentlich haben wollen.

Somit ist die Grundidee von #RiodelaMiel, Yoga ebenso wie ein vegan-meditatives Leben so vielen Menschen wie möglich erschwinglich zu ermöglichen, ein karmisches WIN-WIN-Prinzip.

FAZIT:

Du kannst hier so viel erleben, erlernen, entdecken, doch wirklich funktionieren tut es nur, wenn Du auch bereit bist, Dich voll und ganz darauf einzulassen.

Advertisements

4 Gedanken zu “Achtsamkeit im Alltag vs. Realität – Von weichem Eso-Kram und echtem Leben

  1. Du hast hier deine Gefühle, oder Sichtweise gut beschrieben. Bis auf die Tierpatenschaft kann ich einiges verstehen was du meist. Im Grunde soll jeder Mensch, besonders der in der 1. Welt schon einmal überlegen wie weit er über mehr konsumiert, als es für ein normal, gutes Leben wünschenswert ist. Schönen Sonntag von mir.

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Retrospektive 2015 – ein geiles Jahr! | flowngrow

  3. Pingback: HSP on tour – do’s and dont’s | flowngrow

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s