25. Januar: Achtsamkeit und Deine Gefühle

Bisher haben wir Achtsamkeit von vielen verschiedenen Seiten betrachtet, sowohl achtsam im Äußeren gegenüber der Natur, Tieren anderen Menschen zu sein, achtsam im Konsum und bei Tätigkeiten, heute gucken wir mal nach innen.

Besser noch: Wir fühlen in uns rein.

Kernpunkt der Achtsamkeit ist im Hier und Jetzt zu sein, und solange wir leben, fühlen wir auch immer irgendwas, bzw. fühlen wir uns irgendwie: Glücklich, traurig, gestresst, genervt, wütend, fröhlich, unbeschwert, oft auch einfach nur „so lala“.

Achtsam in seinen Gefühlen zu sein bedeutet, mit gelassenem Blick jede Emotion einfach sein zu lassen. Sie „anzusehen“ und bewusst wahrzunehmen: Aha, jetzt bin ich gestresst, dieses oder jenes hat mich wütend gemacht und so weiter.

Die guten Gefühle anzunehmen ist ja ziemlich einfach: Hey yessss! Ich bin glücklich, stolz, zversichtlich, yeah! 🙂

Aber wer mag sich schon Wut, Stress oder Genervt-sein ansehen?

Doch genau hier wirkt Achtsamkeit wahre Wunder: Indem Du Deine Wut ansiehst und auch den Grund dafür sezierst, kommst Du dahinter, was Dein „Trigger“ ist. Was hat sie denn ausgelöst, diese Wut? Wer war das, welche Handlung, welche Worte? Welchen Teil in Dir drin hat das berührt?

Oft ist es nämlich so, dass auch heute noch Triggerpunkte bei uns gedrückt werden können, die in unseren Kindertagen entstanden sind. Da war das kleine Sabinchen, das fürchterlich auf die Barrikaden ging, wenn es mit Ungerechtigkeiten konfrontiert wurde. Ja, das macht mich heute noch wütend, ist echt einer meiner Triggerpunkte. Aber das ist noch gar nicht das Kerngefühl, denn dahinter steckt gefühlte Ohnmacht- und DA kann ich ansetzen. Ich mache mir also klar, dass ich schon mehr als 3×7 Jahre alt bin; dass ich heute ganz andere und vor allem mehr Möglichkeiten habe, Ungerechtigkeiten zu begegnen- und das tu ich auch. 🙂

Was ist es bei Dir? Traurigkeit, Stress?

Das Gefühl hinter der Traurigkeit ist oft ein nicht-loslassen-können. Menschen, Situationen, jedes Wochenende, das dahin geht- alles ist nur eine Weile lang bei uns. Sieh zu, dass Du nichts ungesagt und ungetan lässt, was Dir wichtig ist. So kannst Du viel besser akzeptieren, wenn sich etwas ändert. Das ganze Leben ist Veränderung, warum erwartest Du, dass die ausgerechnet vor Dir Halt macht? So, wie der Tag der Nacht weicht, ohne zu motzen oder zu heulen, so sollen auch wir lernen, Wandel zu akzeptieren und zu begrüßen.

Du hast Angst davor?

Was hat Dich gelehrt, das Unbekannte zu fürchten?

Nimm Dir Deine Angst mal vor und beleuchte das. Denk zurück als Du Kind warst: Die ganze Welt war neu, es gab jeden Tag Neues zu lernen und zu entdecken. War das denn alles so schlimm, dass daraus so eine Angst vor Unbekanntem entstanden ist? Ich wette, Du erinnerst Dich jetzt an ganz viele „erste Male“, die richtig toll waren: Schwimmen-können, frei Fahrrad fahren, zum ersten Mal den Wald erforschen, das erste Mal Rodeln, der erste Tag im Kindergarten, in der Schule, die erste Liebe. Und jetzt frag Dich mal: Gab es nicht viel mehr tolle erste Male als schlechte, die Grund für diese Angst wären? Je bewusster Du Dir diese Frage beantworten und die tollen 1.Mal-Gefühle in Dir hoch kommen lassen kannst, umso weniger wird Dir Veränderung in Zukunft machen. Und wenn dann doch- wir Menschen sind Gewohnheitstiere- die Angst davor wieder ansteigt, dann sag Dir selbst: „Papperlapapp, ich hab so viele tolle erste Male, ich hab allen Grund, davon auszugehen, dass auch das jetzt klasse wird!“

Das Gefühl hinter dem Stress entlarven

Wer kennt es nicht: Den Stress, nicht nur im Alltag, auch am Wochenende. Da gibt es ein Riesen-Missverhältnis zwischen dem, was wir alles machen wollen oder müssen und der Zeit, die zur Verfügung steht. Oder etwa nicht?

Jein. Zum einen geht es darum, wirklich bewusst zu entscheiden, was Du tust (auch bei der Jobwahl und damit verbundenem Stress). Denn letztendlich entscheidest Du Dich jeden Tag neu FÜR das, was Du tust- Du könntest auch kündigen, die Alternative wäre, Dich für andere Anstellungen zu bewerben oder Dich selbständig zu machen. Aber aus irgendwelchen Gründen wählst Du diese Möglichkeiten nicht.

Natürlich ist Stress auch auf das Gefühl der Überlastung zurück zu führen. Schnapp Dir das Gefühl einmal und guck es Dir von allen Seiten an: Es gibt Menschen, die machen etwas unermüdlich- weil sie dafür brennen, ob es nun ist, dass sie anderen helfen, etwas Neues aufbauen, mit Herzblut bei der Sache sind. Da zählt keine Zeit, nicht der Umfang der Arbeiten- da zählt ein großes Ziel, auf das sie ohne Unterlass hin arbeiten.

Wie der alte Mann in Indien, ich glaube, er war schon über 60. Vor 30 Jahren ist seine Frau gestorben, weil der Weg zum Arzt zu weit war. Seitdem hat er ganz alleine (!!!) einen Weg durch den Berg heraus gebrochen, damit es den anderen Dorfbewohnern nicht genauso ergehen muss. Er hat sich eine Lebensaufgabe daraus gemacht, dass andere sein Schicksal nicht teilen brauchen. DAS nenne ich mal Einsatz! Und wetten, dass er sich morgens nicht gesagt hat: „Ach Mann, schon wieder dieser blöde Berg, der ist so groß, das ist so viel Arbeit!“

Frag Dich selbst, warum Du für das, was Du tust, nicht so brennst. Verschieb doch mal Deine Perspektive. Nach der Arbeit noch die blöde Hausarbeit oder das Einkaufen- schon klar. Aber bist nicht DU es, die sich dafür entschieden hat, den Kühlschrank voll zu haben? Die eine saubere Umgebung haben will? Je mehr Du Dir klar machst, dass es alles Deine eigenen Entscheidungen sind, kannst Du damit Dein Stresslevel schon einmal gehörig senken. Und wenn Du dann öfter einfach mal die Glotze auslässt und Dir stattdessen ein schönes Buch schnappst oder einfach Musik hörst oder einen Spaziergang im Wald machst, wirst Du sehen, wieviel mehr Energie Du hast, wie Du ausgeglichener bist und wirst. Dazu immer schön tief atmen 🙂

Wie geht es Dir damit, was belastet Dich, wo ist bei Dir ein Gefühl hinter dem Gefühl?

Ich weiß, es ist nicht immer leicht zu entdecken oder eben auch aufzulösen, aber ich verspreche Dir, es ist es wert!

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine megaphantastische neue Woche, mit tollen Veränderungen und haufenweise Grund zu lächeln!

Herzlichst

Sabine C. Dreßler

Flow’n grow!

http://www.empathic-intentional-marketing.de

 

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