21. Januar: Achtsamkeit- Warum wir zwei Ohren, aber nur einen Mund haben

Manche von Euch mögen es kennen, ich selbst habe es irgendwann auf Facebook gelesen:

Du hast zwei Ohren aber nur einen Mund- also hör doppelt soviel zu wie Du selber sprichst

Tja, und dann sehe ich mich selbst in hektischen Zeiten, dass Zuhören dann doch nicht mit der achtsamen Aufmerksamkeit geschieht, wie es eigentlich sein sollte.

Je mehr ich mich um meine Achtsamkeit kümmere, umso mehr fällt es mir aber auch auf, dass das ein sehr weit verbreitetes Problem ist.

Wie Ihr wisst, ist mein Hund gestorben, und da war jetzt folgender „Dialog“:

Passant: „Hallo, wie geht es Dir?

Ich: „Oh, so lala, Filou ist Sonntag verstorben“

Passant: „Sowas hört man gerne, dann mal noch einen schönen Tag!“

—-

Ich war wie vor den Kopf geschlagen, er hatte gar nicht auf die Antwort gehört, sondern nur seine nächste Floskel im Kopf. Ein sich völlig automatisch abspulender Mechanismus.

Ich habe mich gefragt, wieviel Anderes in seinem eigenen Leben er wohl  auch nicht mitbekommt, weil er irgendwie in sich drin auf Autopilot steht. Und ich habe mich dasselbe auch bei mir selbst gefragt.

Kennt Ihr das auch, diese immer gleichen Handlungsabläufe? Und wenn da mal etwas im Ablauf gestört ist, dass man völlig durcheinander kommt?

Aber das Thema behandeln wir ein anderes Mal, zurück zum Zuhören.

Wir haben also zwei Ohren, aber hören wir nur HIN oder hören wir richtig ZU?

Hören wir, um etwas über den anderen zu erfahren, weil der uns interessiert, oder können wir es gar nicht abwarten, dass er seinen Satz beendet hat, weil uns das, was wir zu einem gefallenen Stichwort sagen können uns selbst wichtiger ist, als was unser Gegenüber insgesamt gesagt hat?

Dazwischen besteht echt ein Riesen-Unterschied: Das Eine setzt uns selbst in den Fokus, das Andere unseren Gesprächspartner.

Nun ratet mal, bei welcher Variante sich unser Gegenüber mehr angenommen und wertgeschätzt fühlt? Und ratet mal, wann Ihr selbst Euch in einem Gespräch besser fühlt?

Eigentlich gar keine Frage, aber dennoch können wir es überall um uns herum beobachten, dass viele in ihrem Kopf schon längst bei dem nächsten Punkt auf ihrer To-Do-Liste sind, gar nicht im Augenblick selbst.

Achtsam zuhören bedeutet, dem anderen Raum zu lassen, ihn voll anzunehmen und erkennen zu wollen. Und je mehr Ihr Euren Gegenüber exakt so behandelt, umso häufiger wird auch Euch Gehör geschenkt.

 

Gehör geschenkt, eine tolle Formulierung

Denn exakt das ist es: Ein wertvolles Geschenk, das wir uns selbst und unserem Gegenüber machen. Was glaubt Ihr, wieviel mehr Ihr über die Menschen um Euch herum erfahrt, wenn Ihr tatsächlich nicht nur die Zeit opfert, ihnen zuzuhören, sondern auch wirklich aufmerksam in diesem Prozess seid?

 

Übt Euch mal im achtsamen Zuhören, Ihr werdet Euch wundern, wie anders Ihr so Vieles sehen werdet.

Wie geht es Euch mit dem Zuhören, habt Ihr ähnliche Erfahrungen damit gemacht wie ich? Gibt es bei Euch auch so krasse Vorfälle wie mein Geschilderter? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare und Meinungen.

Herzlichst

Sabine C. Dreßler

Flow’n grow!

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