9. Januar: Achtsamkeit und der Islam als empfundene Bedrohung

Heute bin ich über einen Artikel gestolpert, in welchem es heißt, die Mehrheit der Deutschen würde den Islam als Bedrohung empfinden.

Als Menschen, die sich in Achtsamkeit üben, dürfte uns hier direkt schon klar sein, dass es um weit mehr geht als über schwarz-weiß-Denken, oder?

Sind es die syrischen Flüchtlinge, die wir fürchten? Der türkische Dönerladen-Besitzer von nebenan? Der persische Teppichhändler um die Ecke oder die arabische Putzfrau? Völlig falsch.

Was gefürchtet wird sind die Hochreligiösen, Extremistischen, die Angst machen

Sicher tritt seit Jahren vorzugsweise der Islam in Erscheinung, was diese Extreme betrifft. Wir fühlen uns verständlicherweise durch Angriffe, Bombendrohungen und ähnliches bedroht. Selbst, wenn wir es nur aus der Ferne wahrnehmen, ist es doch ein wenig vorschnell zu generalisieren, man habe Angst vor dem Islam.

Integration Achtsamkeit
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Was zählt sind die Menschen

Wir lesen über #Pegida und Gegen-Pegida-Bewegungen. Für mich heißt #Achtsamkeit, genauer hin zu sehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass diejenigen, die als Flüchtlinge hierher gekommen sind, oder auch schon lange hier leben, ebensowenig mit den Bombendrohungen, Attentaten wie in Paris auf #CharlieHebdo zu tun haben wollen, wie wir.

Für mich geht es darum, den Menschen in meinem Gegenüber zu sehen, der ebenso verletzlich ist, wie ich. Dessen Ziel es ebenso ist, seine Familie zu schützen, zu ernähren und ein Dach über dem Kopf  zu haben. Der an seinen Gott glaubt, wie ich an meinen.

Achtsamkeit heißt für mich Empathie und Respekt

Ich kann noch nicht einmal wirklich in Worte fassen, wie ich diese Menschen unterscheiden würde. Doch sowenig Respekt die Attentäter vor dem Leben als Solches haben, sowenig schätzen Viele davon ihr eigenes Leben. (s. #Bombenattentate)

Achtsamkeit bedeutet für mich auch, mich selbst zu hinterfragen. Meine Eltern würden nie im Leben sagen, sie wären rassistisch, aber wehe, ich wäre als Teenager mit einem Ausländer ins Haus gekommen 🙂

Es gilt, sich selbst ehrlich gegenüber zu treten. Vielleicht muss man sich da sogar mal etwas schämen. Aber es ist ein guter Anfang, in einer besseren Richtung weiter zu gehen.

Muslima
© Pixabay.com

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, mit viel Achtsamkeit und Empathie die Multikulti-Vielfalt unseres Landes zu feiern. Zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird, zu integrieren und zu partizipieren. Es ist so bereichernd, was fremde Kulturen zu unserem Kulturkreis beisteuern können- und ganz ehrlich: Ausländische Hochzeiten und Feiern sind für mich persönlich tausendmal mehr zelebrierte Lebenslust als viele deutsche.

Was ist mit Dir, hast Du einen Multikulti-Freundeskreis? Wie empfindest Du die fremdländischen in Deinem Umfeld? Kannst Du trennen zwischen Pegida und was um Dich herum direkt geschieht? Siehst Du die Menschen hinter der Religion?

Ich freue mich auf Eure Kommentare

Herzlichst

Sabine C. Dreßler

Flow’n grow

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