Wer hat an der Zeit gedreht? Über Mangeldenken und Wertschätzung

Von Jahr zu Jahr habe ich den Eindruck, die Zeit rennt immer schneller.

Im Austausch mit anderen wird mein Eindruck nur bestätigt, Stressbedingte Krankheiten und Burnout nehmen epidemieartig zu.

Überall bemüht man sich, effektiver zu werden, Zeit zu sparen- doch diese nutzt man lediglich, um noch mehr zu erledigen.

Doch wieso ist trotz aller technischer Erneuerung und Maschinen, die uns das Leben vereinfachen, die ersparte Zeit nicht fühlbar?

„Existieren Momente, in denen die Zeit stillsteht?“

Ich behaupte: Ja. Allerdings gilt es, das wieder zu erlernen. Wir konnten es als Kinder, Zeit und Zeitgefühl waren für uns keine bekannte oder gefühlte Größe. Wir haben dem Faktor Zeit keine Aufmerksamkeit- und somit keine AufmerksamkeitsENERGIE geschenkt.

Wir waren im Jetzt und sind voll und ganz in dem aufgegangen, was wir in exakt dem Moment gemacht haben. Unsere Aufmerksamkeit war in diesem Moment gut aufgehoben, es war nicht wichtig, was danach noch kommen würde.

Heute fühlen wir ganztägig, dass uns die Zeit davon läuft.

Zeit sparen wollen steht genau betrachtet für das Empfinden, zuwenig davon zu haben.

Gehen wir in das Gesetz der Anziehungskraft und somit in die Matrix, agieren wir also aus einem Mangel heraus, und schicken durch Zeitspartechniken noch mehr Energie in den Mangel hinein.

Meist 16-18 Stunden am Tag, sogar der Feierabend wird als zu kurz empfungen, wir wollten uns doch erholen.

Doch der Kopf kreist noch um Probleme in der Firma, wir lassen uns von schlechten Filmen berieseln, denn zu mehr können wir uns, gestresst wie wir sind, nicht aufraffen.

Setzen wir doch den Fokus ganz bewußt auf den Genuß, statt auf die Zeit.

Beschließen wir doch einmal, den Tag durch die Brille des Genusses und der Wertschätzung erleben zu wollen.

Machen wir uns Gedanken um das, was wir da tun, warum wir das tun.

Auch Pflichterledigungen können auf diese Weise eine Umetikettierung bekommen: Wenn ich das Saubermachen meiner Wohnung z.B. gleichsetze mit einer inneren Reinung, von Stress, negativen Gedanken, Gefühlen und Erlebnissen.

Und nach jedem Teilbereich fühle ich mich leichter, werde durch jeden Teilbereich, den ich ansehe, anschließend daran erinnert, auch innen aufgeräumt zu haben- was ich sehr wertschätze.

Ich kann beim Spülen das Gefühl meiner Hände im warmen Wasser genießen, dass das Geschirr nachher wieder sauber ist.

Ich kann mir für diesen Tag Tätigkeiten aussuchen, die ich besonders mit Genuß verbinde; das, was ich esse, wen ich treffe.

Und immer kann ich mich neu auf den Genuß ausrichten: Den Genuß eines guten Gesprächs, eines guten Essens (bis ins Detail, wie es sich im Mund anfühlt, wie die einzelnen Zutaten meinen Gaumen erfreuen).

Ich kann die Wärme in meiner Wohnung genießen, ich bin in der Lage, den Temperaturwechsel von innen nach draußen zu genießen, meine warme Jacke, den warmen Schal.

Ich kann sogar genießen (und mich wieder und wieder darüber wundern), wie es mein Körper schafft, sich so ausgewogen auszubalancieren, dass ich auf zwei Beinen laufen kann, ohne hinzufallen. Wie oft ist unser Ganzes Gewicht auf nur einem Bein (z.B. beim Treppen-steigen) und dennoch ist es für uns selbstverständlich, die Balance zu halten.

Beschließe häufiger, Deinen Tag dem Genuß und der Wertschätzung zu widmen. Du wirst sehen, Du bist insgesamt nicht nur weniger gestreßt, Du bist auch innerlich ausgeglichener. Und bei häufigen Wiederholungen, mit viel Aufmerksamkeits- und Wertschätzungsenergie, die Du in die Matrix schickst, ändert sich auch für Dich – ganz ohne Zwang und Aufwand- die Zeit.

Entferne Dich vom Mangeldenken und setze einen anderen Fokus. Die Matrix spiegelt, was Du denkst und fühlst; sei Dir also bewusst, dass Du Deine Zeitfallen Dir selber erschaffst.

 

Wie das im Detail für Dich aussieht, dafür stehe ich via Skype gerne zur Verfügung. Eine ganz hervorragende Möglichkeit ist jedoch auch, sich gemeinsam auf die Wertschätzung zu fokussieren, was im Wertschätzungs-Experiment von Bodo Deletz in meiner Lieblingsgruppe auf Facebook jeden Sonntag um 19:50 gemeinsam praktiziert wird. Ein ausgesprochen lohnenswerter Ausflug aus dem Alltag, der gerade einmal gut 10 Minuten dauert- aber sei gewarnt, die entstehende Energie kann Dich die Nacht lang wach halten 🙂 Zur Gruppe geht es hier lang:

https://www.facebook.com/groups/541509252650715/

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen genußvollen Tag!

Sabine Dreßler

Flow’n grow!

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Ein Gedanke zu “Wer hat an der Zeit gedreht? Über Mangeldenken und Wertschätzung

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